Shotokan Karate Kata

In den 80er Jahren, als ich mich beruflich auf der Königreichinsel aufhielt, hatte ich die Gelegenheit das asiatische, hier japanische, Erbe kannenzulernen. Mit der Zeit habe ich eine Vorliebe für die festgelegten Bewegungsfolgen entwickelt, die aus Kampfsportzusammenhängen sich erhalten haben. Ich hatte gute Lehrer in Cardiff/ Wales, in Milton Keynes und in Portsmouth/ England und ich verehrte den bekannten 10. Dan Hirokazu Kanazawa. Ich erinnere mich an Trainingsstunden im Cristal Palace zu London, wo mir zwar, nebenher erwähnt, das Auto ausgeraubt wurde, ich aber, vielleicht sogar 10, japanische Karate Meister zur Ausbildung zugegen hatte. Man kann sich vorstellen, dass diese Zeit intensiv schon war, aber eben, es zog mich weiter. Es blieb im Grunde nur die Möglichkeit, das einmal Gelernte innerlich reifen zu lassen und zu hoffen, dass ein vorstellbares Ergebnis sich einstellen würde.

 

 

Gankaku Sho

Dieses vorzeigbare Ergebnis soll mit den obigen Bildchen einen Anfang haben. Wohl gingen die Väter dieser Formen von Handlungen, festen Bewegungsfolgen aus, nicht jedoch stellten sie die Form als offenbares Geheimnis dar, an dem die Wege des Einzelnen sichtbar werden können. In unseren Zeiten, wo immer mehr hektische Betriebsamkeit zu beobachten ist, könnte es von Nutzen sein, sich einmal zu vergegenwärtigen, wie sie denn aussehen, sichtbarlich, unsere täglichen Wege.

Bezüglich Kata ist nun die Möglichkeit gegeben Schnelligkeit hinzuzufügen, ja den Wunsch zu finden, so schnell wie möglich seine "Körperlichkeit" zu bewegen.

Sehr interessante Erfahrungen können daran gewonnen werden, immer im Hintergrund die Frage bewegend, wie machen wir das eigentlich, dass die Hand sich bewegt. Ein Wunsch kann zur Tat werden.

Die Person

Nieder stieg ich, zu vergessen,
Was ich einst im Licht besaß,
Und doch nie bewußt besessen,
Weil ich es noch nie vergaß.

Durch Vergess`nes muß ich dringen,
Selber muß ich geistgeweiht,
In Erinnerung erringen,
Meines Wesens Wesenheit.

Graben muß ich Grabeshügel,
Sterben lassen, was erstarb,
Bis der Freiheit Flammenflügel,
Sich mein eignes Ich erwarb.

Bis die Worte in mir reden,
Die ich unbewußt gewußt,
Bis in mir der Garten Eden,
Mein wird in der eignen Brust.

© Bewegte Plastik 2008 rochushoelscher@gmx.de
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