Die Wiederbelebung der Bewegungskunst
Über Religion

Der Tempel, das ist der Mensch, der in seiner Seele den Geist empfängt.

Die Einheit liegt im lebendigen Werden.

Die Person
Die sieben Stationen durch die Woche

Intelligenz Kopie

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Die Nasenspitzen möglicher Zuschauer

Lehrt die Religion, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat, so lehrt uns unsere Erkenntnistheorie, dass Gott die Schöpfung überhaupt nur bis zu einem gewissen Punkt geführt hat. Da hat er den Menschen entstehen  lassen und dieser stellt sich, indem er sich selbst erkennt und um sich blickt, die Aufgabe, fortzuwirken, zu vollenden, was die Urkraft begonnen hat. Der Mensch vertieft sich in die Welt und erkennt, was sich auf dem Boden, der gelegt ist, weiter bauen lässt, er ersieht die Andeutung, die der Urgeist gemacht hat, und führt das Angedeutete aus.“

Die Offenbarung des Johannes

Dies ist die Wesensenthüllung Jesu- Christi, die der Vatergott uns gibt. Denen, die ihm dienen wollen, soll gezeigt werden, was in der Zukunft geschieht und mit schnellen Schritten näher kommt.

Er hat diese Offenbarung in Bildworte gebracht und durch seinen Engel an seinen Diener Johannes gesandt; und so spricht dieser als Zeuge des göttlichen Weltenwortes und des Zeugenschicksals Jesu Christi aus, was er selber geschaut hat.

Selig derjenige, der die prophetischen Worte zu lesen, und diejenigen, die sie zu hören verstehen, und alle, die das, was in diesem Buche steht, in ihre Seele aufnehmen. Denn es ist an der Zeit.


Johannes an die sieben Gemeinden in Asien:

Gnade, Friede, Geistberührung und Seelenharmonie mögen euch zuteil werden von

Dem Seienden,

dem Gewordenen,

und dem Kommenden

Und von den sieben Schöpfergeistern vor seinem Thron

Und von Jesus Christus.

Durch seine Zeugenschaft ist er das Urbild des Glaubens,

er ist der Erstgeborene aus dem Reiche des Todes,

er ist der Führergeist aller Führergeister auf Erden.

Er hat sich uns in Liebe zugewandt und durch seines Blutes Kraft den Bann der Sndüe gelöst, der auf uns lag.

Er hat uns in die wahre Königswürde eingesetzt und uns zu Priestern gemacht vor dem göttlichen Weltengrunde, seinem Vater.

Ihm gehört alles Geisteslicht und alle Seelenkraft von einem Äon zum andern. Amen.


Siehe, er kommt im Wolkensein. Alle Augen sollen ihn schauen, auch die Augen derer, die ihn durchstochen haben. Alle Geschlechterfolgen auf der Erde sollen erfahren, was es heißt, ihm zu begegnen. Ja, Amen.

Ich bin das Alpha und das Omega, so spricht der Herr, unser Gott,

der Seiende,

der Gewordene,

der Kommende,

der Gebieter des Alls.

Ich, Johannes, euer Bruder und Schicksalsgefährte sowohl in allen Prüfungen als auch im inneren Königtum und in der ausharrenden Kraft, die wir als die mit Jesus Verbundenen besitzen, war auf der Insel Patmos. Dort sollte ich des göttlicen Weltenwortes teilhaftig und er Zeugenschaft des Leidens Jesu erwürdigt werden.

Am Tage des Herrn wurde ich in das Geistgebiet versetzt und hörte hinter mir eine gewaltige Stimme wie den Schall einer Posaune. Sie sprach: schreibe was du siehst, in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden, nach Ephesus und nach Smyrna und Pergamon und nach Thyatira, nach Sardes und nach Philadelphia und Laodicea.

Und ich wandte mich um, um den zu sehen, dessen Stimme zu mir sprach. Und als ich mich umwandte, sah ich sieben Leuchter und inmitten der Leuchter eine Gestalt wie die des Menschensohnes, des Geistesmenschen,

bekleidet mit einem langwallenden Gewand, die Brust mit einem goldenen Gürtel umgürtet,

mit weißem Haupt, dessen Haar leuchtete wie weiße Wolle und wie Schnee,

mit Augen, als wären es Feuerflammen,

mit Füßen, als wären sie von Golderz, das im Feuer glüht,

mit einer Stimme gleich dem Rauschen großer Wasserströme,

in seiner rechten Hand hielt er sieben Sterne,

aus seinem Munde ging es hervor wie ein scharfes zweischneidiges Schwert,

und sein Antlitz leuchtete wie die Sonne in ihrer ganzen Kraft.

Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder und war wie tot. Er aber legte mir seine rechte Hand auf und sprach: Fürchte dich nicht. Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich bin gestorben, und dennoch trage ich das Leben der Welt durch alle Äonen. Mein ist der Schlüssel zum Reiche des Todes und der Schatten. Schreibe nieder, was du siehst, das Gegenwärtige und das Zukünftige. Es ist das Geheimnis der sieben Sterne, die du siehst in meiner rechten Hand, und der sieben Leuchter. Die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden selbst.


An den Engel der Gemeinde zu Ephesus schreibe:

Es spricht zu euch, der sie sieben Sterne in seiner rechten Hand hält und er inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt:

Ich durchschaue dein Tun und sehe dein Bemühen und deine ausharrende Kraft. Ich sehe aber auch, daß du diejenigen nicht tragen kannst, sie schwach sind gegenüber dem Bösen. Du hast diejenigen auf die Probe gestellt, die sich als Apostel ausgeben, und hast gefunden, daß sie kein Recht dazu haben und daß sie lügnerischen Geistes sind.

Du hast ausharrende Kraft. Um meines Namens willen hast du Schweres auf dich genommen und bist nicht müde geworden. Ich habe aber gegen dich den Vorwurf zu erheben, daß du von deiner ersten Liebe abgewichen bist. Pflege das erinnernde Bewußtsein an die Höhen, aus denen du herabgesunken bist.

Wandle deinen Sinn und handle wieder im Sinne deines ursprünglichen Wesens. Tust du das nicht, so komme ich und stoße dienen Leuchter um, wenn du nämlich nicht die Sinneswandlung vollziehst. Du kannst dich selber finden durch deinen Abscheu gegen die Art der Nikolaiten, die auch ich verabscheue.

Wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht.

Wer die Prüfung besteht, dem will ich vom Baume des Lebens zu essen geben, der im Paradiese Gottes steht.


Und an den Engel der Gemeinde zu Smyrna schriebe:

Es spricht zu euch der Erste und der Letzte, der tot war und wieder zum Leben hindurch gedrungen ist.

Ich kenne und sehe die Schwere deines Schicksals und deine Verarmung, trotzdem bist du reich. Ich durchschaue auch die Geistverhöhnung derer, die sich zu Unrecht Juden nennen, die aber in Wirklichkeit die Geistgemeinschaft des Satans sind.

Fürchte dich nicht vor den Leiden, die dir bevorstehen. Siehe, der Widersacher bereitet sich darauf vor, einige von euch in Fesseln zu schlagen. Das geschieht zu eurer Prüfung. Zehn schwere Schicksalstage liegen vor euch. Sei im Herzen stark bis in den Tod, dann will ich dir die Krone des Lebens geben.

Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht.

Wer die Prüfung besteht, der soll keinen Schaden erleiden durch den zweiten Tod, den Seelentod.


Und dem Engel der Gemeinde zu Pergampon schreibe:

Es spricht zu euch der, der das scharfe zweischneidige Schwert hat.

Ich kenne und sehe deine Wohnstätte. Du wohnst, wo der Thron des Satans steht.

Du hälst fest an meines Wesens Kraft und hast deinen Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen des Antipas, der als mein treuer Zeuge in eurer Mitte getötet wurde an der Stätte der satanischen Macht.

Aber ich muß dir doch einen Vorwurf machen. Einige von euch halten fest an der Lehre des Bileam, der Balak lehrte, den Söhnen Israels einen Fallstrick zu legen, indem er sie zum Essen des heidnischen Opferfleisches und zum Vollzug von Sexualkulten verleitete. Es sind unter euch auch solche, die in ähnlicher Art an der Lehre der Nikolaiten festhalten. Erstrebe die Sinneswandlung.

Tust du das nicht, so komme ich unversehens über dich und treffe ??????sie?????? im Kampfe mit dem Schwerte meines Mundes.

Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht.

Wer die Prüfung besteht, dem will ich das verborgene Manna geben und den weißen Stein, und in den Stein wird ein neuer Name eingeschrieben sein, den niemand zu sagen weiß außer dem, der ihn empfängt.


Und dem Engel der Gemeinde zu Thyatira schreibe:

Es spricht zu euch der göttliche Sohn, dessen Augen wie Feuerflammen und dessen Füße wie glühendes Golderz sind.

Ich kenne und sehe dein Tun, und ich sehe deine Liebe und deinen Glauben und deinen Helferwillen und deine ausharrende Kraft. Deine Taten übertreffen die früheren.

Aber ich habe dir vorzuwerfen, daß du dem Weibe Israel freie Bahn lässt. Sie nennt sich eine Prophetin und lehrt und verführt die mir Dienenden zur geistigen Unzucht und zum Essen des heidnischen Opferfleisches. Ich habe ihr Zeit zur Wandlung ihres Bewusstseins gegeben, aber sie will ihren Sinn nicht ändern und nicht von der geistigen Unzucht lassen. Siehe, ich werfe sie auf ein Lager mit allen denen, die sich zusammen mit ihr gegen den Geist versündigt haben. Da sollen schwere Schicksale sie treffen, es sei denn, daß sie doch noch die Sinneswandlung vollzieht und von ihrem Tun Abstand nimmt. Ihre Kinder sollen der Gewalt des Todes ausgeliefert sein.

Alle Gemeinden sollen erkennen, daß Ich Bin und daß ich sie auf Herz und Nieren zu prüfen weiß und daß ich jedem von euch das Schicksal gebe, das seinem Tun entspricht.

Ich spreche nun aber auch zu denen unter euch in Thyatira, die jene Lehre nicht angenommen haben und die nicht, wie man sagt, in die Tiefen des satanischen Wesens eingedrungen sind. Ich will euch keine neue Last auferlegen. Ich ermahne euch nur: Sammelt und haltet fest, was ihr errungen habt, und bereitet euch auf mein Kommen vor.

Wer die Prüfung besteht und das Wirken aus meiner Kraft treu weiterpflegt, bis das Ziel erreicht ist, dem will ich eine Vollmacht des Ich geben, die über allem Volkswesen steht, und er wird ein Hirte der Völker sein mit dme ehernen Stabe. Wie Tongefäße wird er sie zerbrechen können. Die gleiche Vollmacht des Ich soll ihm eigen sein, die ich vin meinem Vater empfangen habe. Und ich will ihm den Morgenstern geben.

Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht.


Und dem Engel der Gemeinde zu Sardes schreibe:

Es spricht zu euch der, der die Macht hat über die sieben göttlichen Schöpfergeister und die sieben Sterne.

Ich durchschaue dein Tun. Du hast den Namen eines lebendigen Wesens und bist doch tot. Strebe danach, in deinem Bewußtsein zu erwachen, und erkrafte, was in deiner Seele noch lebendig ist, damit es nicht auch noch erstirbt. Ich kann dir nicht bestätigen, daß dein Tun vor dem götlichen Angesicht volle Wirklichkeit besitzt.

Belebe in dir die Erinnerung an alles, was du aus den geistigen Welten empfangen und gehört hast. Pflege es in dir und wandle deinen Sinn. Wenn du nicht zu einem höheren Bewußtsein erwachst, so werde ich wie ein Dieb kommen. Du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich komme.

Einige wenige Namen hast du jedoch in Sardes, die ihre Gewänder von Flecken und Trübungen rein erhalten haben. In weißen Gewändern werden sie meine Pfade gehen. Dessen sind sie würdig.

Wer die Prüfung besteht, soll gleicherweise mit weißen Gewändern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buche des Lebens. Ich will mich zu seinem Namen bekennen vor dem Angesichte meines Vaters und vor seinen Engelreichen.

Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht.


Und dem Engel der Gemeinde zu Philadelphia schreibe:

Es spricht zu euch, der da heilig ist, der wahrhaftig ist, der den Schlüssel Davids hat. Wenn er aufschließt, schließt niemand zu, und wenn er zuschließt, schließt niemand auf.

Ich durchschaue dein Tun. Siehe, ich habe bewirkt, daß vor dir die Türe offen ist und niemand sie verschließen kann. Deine Kraft ist noch gering, aber du hast mein Wort in deiner Seele bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet.

Siehe, ich will bewirken, daß einige aus der Gemeinschaft des satanischen Geistes, die sich zu Unrecht und aus lügnerischem Geiste Juden nennen, zu dir kommen, um sich zu deinen Füßen zu Boden zu werfen. Denn sie sollen erkennen, daß ich dich liebe. Du hast das Wort meiner Geduld in deinem Herzen bewahrt, und so will ich dich bewahren in der Stunde der großen Versuchung, die jetzt über die ganze Menschheit hereinbricht. Alle Bewohner der Erde müssen diese Prüfung bestehen. Ich komme überraschend schnell. Sammle und halte fest, was du innerlich erreicht hast, damit dir niemand die Krone raube.

Den, der die Prüfung besteht, will ich zu einer Säule im Tempel meines göttlichen Vaters machen. Er soll diesen Tempel nicht mehr verlassen. Und ich will den Namen meines göttlichen Vaters in sein Wesen einschreiben und den Namen der Gottesstadt, des Neuen Jerusalem, das sich von meinem göttlichen Vater her aus dem Himmel hernieder senkt, und meinen eigenen Namen, den neuen.

Wer Ohren hat, der Höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht.


Und dem Engel der Gemeinde zu Laodicea schreibe:

Das spricht der Amen, der durch das Zeugnis seines Wesens Glauben und Erkenntnis wahr macht, das göttlich-schöpferische Prinzip der Welt.

Ich durchschaue dein Tun, du bist weder kalt noch warm. Wärest du wenigstens kalt oder warm! Da du aber lau und weder kalt noch warm bist, speie ich dich aus. Du sagst: Ich bin reich und habe alles und mir fehlt nichts. Du weißt nicht, wie erbärmlich, jämmerlich und armselig du bist, wie blind und wie nackt.

Ich rate dir, bei mir das Gold zu erwerben, das im Feuer geläutert ist, damit du wieder reich werdest; dazu das weiße Gewand, damit du bekleidet seist und nicht die Nacktheit deines Wesens so schmachvoll in Erscheinung tritt, und schließlich noch die Salbe, um deine Augen zu salben, damit du wieder sehend werdest.

Die ich durch Schicksalsschläge erziehe, das sind die, die ich liebe.

So setze denn alles daran, deinen Sinn und dein Bewußtsein zu ändern. Siehe, ich stehe vor der Türe und klopfe an. Wer meine Stimme hört und mir die Türe auf macht, zu dem will ich hineingehen und will das heilige Mahl mit ihm halten und er mit mir.

Wer die Prüfung besteht, den will ich erhöhen, daß er mit mir throne, wie auch ich durch den Sieg des Geistes erhöht bin und mit meinem Vater throne.

Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht.

4

Danach konnte ich schauen: Siehe, eine offene Türe im Himmel. Und die erste Stimme, die wie der Schall einer Posaune an mein Ohr gedrungen war, sprach: Steige empor zu mir! Ich will dir zeigen, was nach all dem Vorangegangenen in der Zukunft geschieht.

Und schon war ich ins Geistgebiet emporgehoben. Siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Throne saß eine Gestalt. Der Thronende glich in seinem Glanze einem Jaspis und einem Karneol. Um den Thron rundete sich ein Regenbogen, der in seinem Licht wie ein Smaragd leuchtete.

Im Kreise um den Thron standen vierundzwanzig Throne, und darauf saßen vierundzwanzig Älteste in weißen Gewändern, mit goldenen Kronen auf den Häuptern.

Aus dem Throne zuckten Blitze, Stimmen tönten, Donner rollten, und sieben flammende Fackeln brannten vor dem Thron. Das sind die sieben göttlichen Schöpfergeister. Und vor dem Thron ein Element wie ein gläsernes Meer, als wäre es aus Kristall gebildet.

Inmitten und im Umkreis des Thrones vier Tiere mit lauter Augen vorne und hinten. Das erste Tier glich einem Löwen, das zweite einem Stier, das dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und das vierte war wie ein fliegender Adler. Die vier Tiere hatten ein jedes sechs Flügel; rundherum und auch im inner waren sie voller Augen. Und ohne Unterlaß tiefen sie bei Tag und bei Nacht:

Heilig, heilig, heilig der Herr, der göttliche herrscher des Alls,

der Gewordene,

der Seiende,

der Kommende.

Und so oft die Tiere darbringen Geisteslicht und Seelenwürde und Dankesopfer dem, der auf dem Throne sitzt und das Leben durch alle Äonen trägt, fallen die vierundzwanzig Ältesten in Anbetung vor dme Thronenden nieder, vor dem der das Leben der Welt von einem Äon zum anderen Trägt, und legen ihre Kronen vor dem Throne nieder und sprechen:

Du Herr unser Gott, bist würdig, daß dir dargebracht werde leuchtende Geistigkeit, würdevolles Seelensein und wirkende Schöpferkraft, dann du hast das All erschaffen. Durch dienen Willen haben alle Dinge Dasein und Gestalt.


Und ich schaute und sah in der rechten Hand des Thronenden ein Buch mit einer äußeren und einer inneren Schrift, mit sieben Siegeln versiegelt. Und ich sah einen Engel von großer Stärke, der mit lauter Stimme verkündigte: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel aufzulösen? Kein Wesen jedoch im Himmel und auf der Erde und unter der Erde vermochte das Buch aufzuschlagen und darin zu lesen. Ich musste sehr weinen, weil keiner sich als würdig erwies, das Buch aufzuschlagen und darin zu lesen.

Da sprach einer der Ältesten zu mir: Weine nicht! Siehe, der Löwe aus dem Stamme Juda hat die Prüfung bestanden, die Wurzel Davids. Er kann das Buch und seine sieben Siegel auflösen.

Und ich schaute: Da stand inmitten des Thrones und der vier Tiere und in der Mitte der Ältesten ein Lamm, als wäre es bereits geopfert worden. Es hatte sieben Hörner und sieben Augen. Diese waren die sieben göttlichen Schöpfergeister, denen das ganze Erdreich als Wirkensstätte zugeteilt ist. Das Lamm trat herzu und nahm das Buch aus der rechten Hand des Thronenden. Und als er das Buch nahm, fielen die vier Tiere und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder. Jeder hielt eine Harfe und goldene Schalen mit Räucherwerk in der Hand: Das sind die Gebte derer, die dem Geist ergeben sind. Und sie singen das neue Lied:

Du bist würdig, das Buch zu empfangen und seine Siegel aufzulösen, denn du bist geopfert worden und hast vor dem Gott Genüge getan für Menschen aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Rassen. Du hat sie vor dem göttlichen Weltengrunde zu Königen und Priestern gemacht. Sie werden Könige über das Erdreich sein.

Und im Schauen hörte ich die Stimme vieler Engel im Kreise um den Thron und um die Tiere und die Ältesten; ihre Zahl war zehn tausend mal zehn tausend und tausend mal tausend. Sie sprachen mit gewaltiger Stimme:

Das Lamm, das geopfert ist, ist würdig, daß ihm dargebracht werde alle Kraft, alle Fülle, alle Weisheit, alle Stärke des Ich, alle Würde der Seele, alles Licht des Geistes und alle Kraft des Segens.

Und ich hörte alle erschaffenen Wesen im Himmel und auf der Erde und auf dem Meere, uns alle Wesen, die darin wirksam sind. Sie sprachen:

Dem Thronenden und dem Lamme, ihnen gehört alle Kraft des Segens, alle Würde der Seele, alles Licht des Geistes und alle Schöpferkraft durch alle Äonen.

Und die vier Tiere sprachen: Amen! Und die Ältesten fielen anbetend nieder.


6

Und ich sah: Das Lamm öffnete eines der sieben Siegel, und ich hörte eines der vier Tiere mit Donnerstimme sprechen: Komm! Und ich sah: Siehe ein weißes Pferd, und sein Reiter hielt einen Bogen in der Hand, und es wurde ihm eine Krone auf das Haupt gesetzt. Und als Sieger zog er aus zu weiteren Siegen.

Und als es das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite Tier sprechen: Komm! Und es kam hervor ein zweites Pferd, von feuerroter Farbe. Und seinem Reiter wurde die Macht gegeben, über die ganze Erde hin den Frieden zu stören, so daß ein gewaltiges Gemetzel ausbrach. Ein großes Schwert trug er in Händen.

Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte Tier sprechen: Komm! Und ich sah: Siehe, ein schwarzes Pferd, und sein Reiter hielt eine Waage in der Hand. Und ich hörte eine Stimme inmitten der vier Tiere sprechen Ein Maß Weizen für einen Denar, drei Maß Gerste für einen Denar. Dem Öl jedoch und dem Wein sollst du keinen Schaden zufügen.

Und als es das vierte Siegel öffnete, hörte ich die Stimme des vierten Tieres sprechen: Komm! Und ich sah: Siehe, ein fahles Pferd, und der Name seines Reiters hieß der Tod, und das Reich der Toten ist sein Gefolge. Ihnen ist Vollmacht gegeben über ein viertel der Erde; sie dürfen töten mit dem Schwert, durch Hunger und durch Tod und durch die Tiere der Erde.

Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unterhalb des Altares die Seelen derer, die um des göttlichen Wortes und um ihrer Zeugenschaft willen den Opfertod erlitten hatten. Und sie riefen mit lauter Stimme; Heiliger und wahrhaftiger Weltgebieter, wie lange zögerst du mit dem Gericht, das unser Blut an den Bewohnern der Erde sühnt?

Und jedem einzelnen von ihnen wurde ein weißes Gewand gegeben, und eine Stimme sprach zu ihnen: Sie sollten noch eine kurze Zeit in der Ruhewelt verharren, bis sich auch noch die Schicksale ihrer Mitknechte und ihrer Brüder erfüllt hätten, die gleich ihnen den Tod erleiden würden.

Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete: Da erhob sich ein großes Erdbeben. Und die Sonne wurde schwarz wie ein härenes Trauergewand, und der volle Mond wurde blutrot, und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie wenn ein Feigenbaum im heftigen Wehen des Windes sein Laub abschüttelt. Und der Himmel wich zurück wie eine zusammenrollende Buchrolle. Alle Berge und Inseln bewegten sich von ihrem Platz.

Und die Könige der Erde, die Großen und die Führer der Heere, die Reichen und die Starken und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Schluchten und in die Felsenklüfte der Gebirge und sprachen zu den Bergen und Felsen: Stürzet zusammen über uns und verbergt uns vor dem Angesicht des Thronenden und vor dem Zorn des Lammes. Der große Tag des göttlichen Zornes ist gekommen; wer kann ihn bestehen?


7

Danach sah ich vier Engel, die an den vier Ecken des Erdreiches standen. Sie hielten mit ihrer Kraft die vier Winde der Erde zurück; es sollte weder auf der Erde noch auf dem Meere noch im Wipfel irgendeines Baumes ein Wind wehen.

Und ich sah den anderen Engel emporsteigen an der Stelle wo die Sonne aufgeht. Er besaß das Siegel der Lebensbildekräfte Gottes und rief mit lauter Stimme den vier Engeln, in deren Willkür die Erde und das Meer gegeben war, zu: Richtet keinen Schaden an weder an der Erde noch an dem Meere noch an den Wipfeln der Bäume, bevor wir unser Siegel auf die Stirnen derer gedrückt haben, die unserem Gotte dienen.

Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: Hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen der Söhne Israels sollen das Siegel empfangen,

aus dem Stamme Judas zwölftausend Träger des Siegels,

aus dem Stamme Ruben zwölftausend,

aus dem Stamme Gad zwölftausend,

aus dem Stamme Aser zwölftausend,

aus dem Stamme Naphthali zwölftausend,

aus dem Stamme Manasse zwölftausend,

aus dem Stamme Symeon zwölftausend,

aus dem Stamme Levi zwölftausend,

aus dem Stamme Isaschar zwölftausend,

aus dem Stamme Zebulon zwölftausend,

aus dem Stamme Joseph zwölftausend,

aus dem Stamme Benjamin zwölftausend Träger des Siegels.

Danach sah ich: eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Völkern und Rassen und Sprachen. Sie standen vor dem Throne und dem Lamme, mit weißen Gewändern bekleidet, Palmzweige in den Händen. Und sie riefen mit lauter Stimme:

Heil unserem Gotte, dem Thronenden, und dem Lamme.

Und alle Engel standen im Kreis um den Thron und um die Ältesten und um die vier Tiere, und sie fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht nieder in Anbetung des göttlichen Weltengrundes und sprachen:

Amen, das Segenswort, die Offenbarung, die Weisheit, das Dankesopfer, die Seelenwürde, die Weltenkraft und die Geistesstärke, sie gehören unserem Gotte für alle Äonen. Amen.

Und einer der Ältesten antwortete und sprach zu mir: Wer sind diese, die mit weißen Gewändern bekleidet sind? Woher kommen sie? Und ich sprach: Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Sie sind es, die aus dem großen Leid kommen. Sie haben ihre Gewänder gewaschen und leuchtend weiß gemacht durch das Blut des Lammes. Deshalb können sie vor dem göttlichen Throne stehen und ihm Tag und Nacht in seinem Tempel dienen. Und der Thronende waltet und zeltet über ihnen.

Sie werden nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten; sie können nicht mehr von der Hitze der Sonne oder einem anderen Feuerbrande überwältigt werden. Denn das Lamm in des Thrones Mitte wird ihr Hirte sein und ihr Führer zu den Quellen, aus denen das Wasser des Lebens quillt. Und der Vatergott wird alle Tränen aus ihren Augen wischen.




8

Und als es das siebente Siegel öffnete, entstand in den Geisteswelten ein tiefes Schweigen, eine halbe Zeitenrunde lang.

Und ich sah die sieben Engel, die vor dem Vatergotte stehen und ihnen wurden sieben Posaunen gegeben.

Und der andere Engel kam und trat mit einem goldenen Rauchgefäß an den Altar. Ihm wurde viel Räucherwerk gereicht, damit er es zu den Gebeten aller Geist-Ergebenen spendete auf dem goldenen Altare angesichts des Thrones. Und aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch empor zusammen mit den Gebeten der Geist-Ergebenen vor dem Angesichte der Gottheit.

Dann nahm der Engel das Rauchgefäß, füllte es mit dem Feuer des Altares und schüttete es hinunter auf die Erde. Da rollten die Donner, es tönten die Stimmen, es zuckten die Blitze, und die Erde bebte.

Und die sieben Engel, welche die sieben Posaunen in dne Händen hielten, bereiteten sich vor zu posaunen.

Und der erste posaunte: Da entstand Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, und prasselte nieder auf die Erde. Ein Drittel der Erde verbrannte, ein Drittel aller Bäume verbrannte, und alles grünende Gras verbrannte.

Und der zweite Engel posaunte: Da wurde etwas wie ein großer, im Feuer brennender Berg hinabgestürzt und fiel ins Meer. Und ein Drittel des Meeres wurde in Blut verwandelt, und ein Drittel aller beseelten Geschöpfe im Meere kamen um, und ein Drittel aller Schiffe wurde zerschmettert.

Und der dritte Engel posaunte: Da fiel ein großer Stein vom Himmel, brennend wie eine Fackel. Er traf im Sturme ein Drittel aller Ströme und aller Wasserquellen. Der Name des Sternes ist „Wermut“. Ein Drittel von allen Gewässern wurde in Wermut verwandelt, und viele Menschen starben an dem Wasser, das so bitter geworden war.

Und der vierte Engel posaunte: Da traf ein Schlag den dritten Teil der Sonne und den dritten Teil des Mondes und den dritten Teil der Sterne, so daß ein Drittel von ihnen verfinstert wurde und der Tag ein Drittel von seinem Licht verlor und die Nacht desgleichen.

Und im Schauen hörte ich einen Adler durch den Zenit des Himmels fliegen und mit lauter Stimme rufen: Wehe, wehe allen, die auf Erden wohnen, vor dem Erschallen der übrigen Posaunen, wenn erst die drei letzten Engel posaunen!


9

Und der fünfte Engel posaunte: Da sah ich einen Stern, der vom Himmel auf die Erde niedergestürzt war. Ihm war der Schlüssel gegeben zum Brunnen des Abgrundes. Und er schloß den Brunnen des Abgrundes auf. Da stieg Rauch aus dem Brunnen empor, als wäre es der Rauch eines mächtigen Ofens, so daß die Sonne und dazu die ganze Atmosphäre verfinstert wurde durch den Rauch aus dem Abgrund.

Und aus dem Rauch gingen Heuschreckenschwärme hervor, die das ganze Erdreich überzogen. Ihnen war eine ähnliche Macht gegeben, wie sie auf Erde der Skorpione haben. Aber eine Stimme sprach zu ihnen, sie sollten das Gras der Erde nicht beschädigen, alles Grünende und alle Bäume sollten sie verschonen. Nur gegen die Menschen sollten sie sich wenden, die nicht an ihren Stirnen das Gottessiegel trügen. Jedoch konnten sie diese nicht töten, sondern nur fünf Monate lang peinigen. Die Qualen, die sie bereiteten, waren wiee die Schmerz, den der Skorpion hervorruft, wenn er den Menschen sticht.

In jenen Tagen werden die Menschen sich nach dem Tode sehnen, werden ihn aber nicht finden können. Sie werden den Wunsch haben, zu sterben, aber der Tod wird vor ihnen fliehen.

Die Bildgestalten, in denen die Heuschrecken erscheinen, gleichen denen von Pferden, die für den Krieg gerüstet sind. Auf ihren Köpfen scheinen sie goldene Kronen zu tragen, und ihre Gesichter gleichen den Antlitzen der Menschen. Haare haben sie wie Frauenhaare, und ihre Zähne gleichen denen der Löwen. Panzer tragen sie, als ob sie aus Erz wären, und das Geräusch ihrer Flügel gleicht dem Geratter von Kriegswagen, vor die viele galoppierende Pferde gespannt sind. Schwänze und Stachel haben sie wie die Skorpione, und durch diese ihre Schwänze haben sie die Macht, fünf Monate lang Unheil über die Menschen zu bringen. Als ihren König haben sie den König des Abgrundes an ihrer Spitze, dessen Name auf hebräisch Abbadon und auf griechisch Apollyon heißt.

Der erste Weheruf ist vorbei: Siehe, es werden noch zwei weitere Weherufe folgen.

Und der sechste Engel posaunte. Und ich hörte eine bestimmte Stimme; sie ertönte aus den vier Hörnern des goldenen Altares im Angesichte der Gottheit. Sie sprach zu dem sechsten Engel, der in die Posaune stieß: Löse die vier Engel, die an dem großen Euphratstrom gefesselt sind. Und die vier Engel wurden ihrer Fesseln ledig; sie waren gerüstet, in dieser Stunde, an diesem Tage, in diesem Monat und Jahr ein Drittel der Menschheit zu töten.

Und die Zahl der Reiterheere war zwanzigtausend mal zehntausend. Ich hörte ihre Zahl.

So erschienen mir im schauenden Bewußtsein die Pferde und die Reiter in feuerroten, hyazinthenfarbigen und schwefelgelben Panzern. Die Häupter der Pferde waren wie Löwenhäupter, und aus ihren Rachen schlug Feuer und Rauch und Schwefeldampf hervor. Durch diese drei Unheils-Gewalten wurde der dritte Teil aller Menschen getötet: durch das Feuer, den Rauch und den Schwefeldampf, die aus den Mäulern der Pferde hervor schlugen. Die große Macht, die die Pferde ausüben konnten, lag in ihren Mäulern und in ihren Schwänzen. Ihre Schwänze waren wie Schlangen mit stechenden Köpfen; mit denen richteten sie das Unheil an.

Die übrig bleibenden Menschen, die diesen Plagen nicht zum Opfer fielen, änderten dennoch ihren Sinn nicht und ließen nicht ab von ihren Hantierungen. Sie hörten nicht auf, den Dämonen und den goldenen, silbernen, ehernen, steinernen und hölzernen Idolen zu huldigen, obwohl diese weder zu sehen noch zu hören noch sich zu bewegen vermögen. Sie änderten ihren Sinn nicht und ließen nicht ab von ihrer durch Todeswirkungen, Gift, Unzucht und Egoismus bestimmten Lebensart.


10

Und ich sah den anderen Engel von großer Stärke; er stieg aus dem Himmel hernieder, in eine Wolke gehüllt. Um sein Haupt erglänzte der Regenbogen, sein Antlitz war wie die Sonne, und seine Füße glichen Feuersäulen. Er hielt ein aufgeschlagenes Büchlein in der Hand.

Seinen rechten Fuß setzte er auf das Meer, den linken auf das feste Land.

Und er rief mit gewaltiger Stimme, die dem Brüllen eines Löwen glich. Seinem Rufen antworteten die sieben Donner mit ihren Stimmen. Und als die sieben Donner sprachen, wollte ich ihre Worte aufschreiben. Da hörte ich eine Stimme aus dem Himmel, die sprach: Versiegele, was die sieben Donner sprechen, schreibe es nicht auf!

Und der Engel, den ich sah, wie er zugleich auf dem Meere und auf dem festen Lande stand, erhob seine rechte Hand zum Himmel und schwor im Namen dessen, der das Leben der Welt durch alle Äonen trägt, der den Himmel erschaffen hat und alle Wesen in ihm, dazu die Erde und alle Wesen auf ihr und das Meer und alle Wesen in ihm: daß die Zeit noch nicht da sei, daß sie aber kommen werde in den Tagen, da der siebente Engel seine Stimme erhebt und seine Posaune erschallen lässt. Dann soll sich das Mysterium der Gottheit erfüllen, wie es die Diener Gottes, die Propheten, verkündigt haben.

Und die Stimme, die ich vom Himmel her vernommen hatte, sprach aufs Neue zu mir: Geh hin und nimm aus der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf dem Land steht, das aufgeschlagene Buch!

Und ich ging zu dem Engel und sprach zu ihm, er möge mir das Büchlein geben. Und er sprach zu mir: Nimm und iß es, es wird in deinem Bauche bitter sein, wenn es auch in deinem Munde süß ist wie Honig. Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und aß es. Und es schmeckte in meinem Munde süß wie Honig, als ich es aber gegessen hatte, erfüllte es mein Inneres mit bitterem Geschmack.

Da wurde zu mir gesprochen: Du sollst von neuem als Prophet hintreten vor die Rassen und Völker und Sprachen und vor viele Könige.



11

Mir wurde ein stabförmiges Rohr gegeben, und dazu hörte ich die Worte: Erhebe dich und nimm das Maß des göttlichen Tempels und des Altares und derer, die darin anbeten. Die Vorhalle aber außerhalb des Tempels rechne nunmehr ganz zur Außenwelt. Sie brauchst du nicht zu messen, denn sie wird den heidnischen Völkern zugeteilt. Diese werden die heilige Stadt zweiundvierzig Monate lang zertreten.

Und ich will meine beiden Zeugen aufrufen. Sie sollen zwölfhundertundsechzig Tage lang das Geistwort verkündigen, mit Trauergewändern bekleidet.

Das sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. Wenn ihnen jemand etwas zuleide tun will, so werden Feuerflammen aus ihrem Munde hervor schlagen, die ihre Feinde verzehren. Wer ihnen Unheil bereiten will, muß sterben. Diese sind es, die Vollmacht haben, den Himmel zu verschließen, so daß kein Regen fällt in jenen Tagen ihres prophetischen Wirkens. Und sie haben auch die Vollmacht, das Wasser in Blut zu verwandeln und die Erde mit jeder Art von Plagen zu schlagen, wenn sie es nur wollen.

Und wenn ihre Zeugenschaft vollendet ist, wird das Tier, das aus dem Abgrund emporsteigt gegen sie streiten und den Sieg über sie erringen und sie töten. Ihre Leichname werden auf den Straßen der großen Stadt liegen, die geistig den Namen hat: Sodom und Ägypten. Dort ist auch ihr Herr gekreuzigt worden.

Menschen aus allen Rassen und Stämmen und Sprachen und Völkern werden dreieinhalb Tage lang ihre Leichname sehen, und man wird nicht zulassen, daß ihre Leichname in Gräben gelegt werden. Und die Bewohner der Erde werden sich über ihren Tod freuen und frohlocken und sich gegenseitig mit Geschenken überhäufen, denn die beiden Propheten hatten den Bewohnern der Erde das Leben schwer gemacht.

Und nach dreieinhalb Tagen zog der Lebensgeist aus den göttlichen Welten wieder in sie ein. Sie richteten sich auf und konnten auf ihren Füßen stehen. Ein großer Schrecken ergriff alle, die sie so sahen. Und sie hörten, wie eine mächtige Stimme vom Himmel her zu ihnen sprach: Steiget empor! Und sie stiegen im Kräfteströmen des Wolkenseins in die Sphäre des Himmels empor. Auch das mussten ihre Feinde mit anschauen.

In jener Stunde erhob sich ein Erdbeben, und ein Zehntel der Stadt fiel in Trümmer, und siebentausend Menschenseelen fanden durch das Erdbeben den Tod. Die Übrigbleibenden wurden vom Schrecken erfasst und beugten sich vor der lichtvollen Götter-Offenbarung in den Sphären des Himmels.

Der zweite Weheruf ist vorbei, ein dritter naht in Eile.


Und der siebente Engel posaunte. Und gewaltige Stimmen wurden laut im Himmel, die sprachen: Eingesetzt ist der Kosmos zum Königreiche unseres Herrn und des Christuswesens, das der Vater gesandt hat. Durch alle Äonen wird er der König dieses Reiches sein.

Und die vierundzwanzig Ältesten, die im Angesicht Gottes auf ihren Thronen saßen, fielen anbetend auf ihr Angesicht nieder und sprachen:

Dir gilt unser Dankesopfer,

O Herr, göttlicher All-Gebieter,

Du Seiender, Gewordener und Kommender.

Du hast deine mächtige Kraft ergriffen und bist der König des Reiches.

Die Völker der Welt entbrennen in Zorn.

Aber auch dein Weltenzorn ist rege geworden.

Die Zeit ist da, daß sich das Schicksal der Toten entscheidet.

Einem jeden werden die Früchte seines Lebens zuteil,

deinen Dienern, den Propheten, dazu allen, die dem Geist ergeben sind, die deinem Namen in Ehrfurcht verehren, den Kleinen und den Großen. Verderben werden ernten, die auf Erden Verderben gesät haben.

Und der Tempel Gottes im Himmel wurde aufgetan, und der Altar des Gottesbundes wurde sichtbar im Tempelheiligtum. Und es zuckten Blitze, Stimmen ertönten, Donner rollten, die Erde erbebte, und ein gewaltiger Hagelschlag erfüllte die Luft.


12

Und es zeigten sich dem schauenden Blick er erhaben-großes Bild im Geistgebiet.

Ein Weib mit der Sonne bekleidet, der Mond unter ihren Füßen, daß Haupt mit der Krone der zwölf Sterne gekrönt. Und sie war schwanger und schrie in der Wehen und Schmerzen des Gebärens.

Und ein zweites Bild erschien im Himmel: Siehe, ein großer, feuerroter Drache mit sieben Häuptern und Zehn Hörnern. Auf seinen Häuptern trug er sieben Kronen, und mit seinem Schweife raffte er ein Drittel aller Sterne vom Himmel hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor dem Weibe, das in Begriffe war zu gebären, um, wenn sie geboren hätte, ihr Kind zu verschlingen.

Und das Weib gebar ihr Kind, einen Sohn. Er soll der Hirte aller Völker sein mit dem ehernen Stabe. Und das Kind des Weibes wurde entrückt zu Gott und an seinen Thron. Und das Weib floh in die Wüste. Daß sie dorthin gelangen sollte war im göttlichen Weltenplane vorbestimmt. Dort sollte sie ihr Leben fristen zwölfhundertundsechzig Tage lang.

Und es entbrannte ein Streit in den Geistessphären. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte inmitten seiner Engel. Aber seine Kraft versagte, und so fand sich für seine Schar im Himmel keine Wirkensstätte mehr.

Es war gestürzt der große Drache, die Schlange vom Urbeginn, die zugleich diabolischer und satanischer Natur ist, der Verführer der ganzen Menschheit. Auf die Erde wurde er gestürzt und alle seine Engel mit ihm.

Und ich hörte eine große Stimme im Himmel:

Nun ist begründet das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes, und die Schöpfermacht des Christus, der von ihm gesandt ist.

Gestürzt ist der Widersacher unserer Brüder. Er kann nun nicht mehr Tag und Nacht Finsternis um sich verbreiten vor dem Angesichte Gottes. Sie haben ihn besiegt durch des Lammes Blut und durch das Weltenwort, für das sie zeugten.

Sie haben nicht ihr Eigensein geliebt und nicht den Tod gefürchtet. Darum frohlocket, ihr Himmel und ihr Sphärenwesen! Wehe aber der Erde und dem Meere: Zu euch ist der Widersacher herabgestiegen, und er lodert in wütendem Zorn, denn er weiß, daß seine Zeit nur kurz bemessen ist.

Und als der Drache erkannte, daß er auf die Erde gestürzt worden war, fing er an, das Weib, das den Sohn geboren hatte, zu verfolgen. Da wurden dem Weibe die zwei Flügel des großen Adlers gegeben. Mit ihnen sollte sie in die Wüste fliegen, an den Ort ihrer Bestimmung, wo ihr Leben dreieinhalb Zeiten gefristet werden sollte, fern von dem Angesichte der Schlange.

Und die Schlange ließ aus ihrem Rachen hinter dem Weibe her Wasserströme hervorfluten, um es durch eine Sturzflut zu vernichten. Da kam aber die Erde dem Weibe zu Hilfe; sie öffnete ihren Mund und trank die Wasserströme in sich hinein, die der Drache aus seinem Munde hervor schoß. Und der Drache entbrannte in Zorn gegen das Weib. Er stürmte dahin, um gegen die zu streiten, die von dem Samen des Weibes übrig geblieben waren. Das sind diejenigen, die sich an die göttlichen Weltenziele halten und dem Zeugenschicksal Jesu folgen.

Und als ich das sah stand ich auf dem Ufersand des Meeres.


13

Und ich sah ein Tier aus dem Meere emporsteigen. Das hatte zehn Hörner und sieben Häupter und trug auf den Hörnern zehn Kronen, und auf seinen Häuptern standen Namen der Feindschaft gegen den Geist. Das Tier, daß ich sah, glich einem Panther, aber er hatte Füße wie ein Bär, und sein Maul war wie das eines Löwen. Und der Drache übertrug ihm seine Kraft und seinen Thron und seine Vollmacht.

Eines seiner Häupter schien tödlich verwundet zu sein, aber seine Todeswunde wurde geheilt.

Die ganze Erdenwelt folgte voll Bewunderung dem Tiere nach. Alle beteten den Drachen an, weil er dem Tiere eine solche Vollmacht gab Und sie beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tiere gleich und wer dürfte es wagen, gegen es zu streiten?

Und es wurde ihm ein Mund gegeben, mit dem es groß tönende Worte und Worte der Feindschaft gegen den Geist aussprechen, dazu eine Vollmacht, aus der heraus es zweiundvierzig Monate lang wirken konnte. Und es tat auf seinen Mund, um seine Verwünschungen gegen die göttliche Welt zu schleudern, gegen den göttlichen Namen und gegen die Sphäre der göttlichen Behausung und gegen alle Wesen, die in den Sphären des Himmels wohnen.

Und es wurde ihm die Kraft gegeben, gegen die geist-ergebenen Menschen einen Krieg zu entfesseln und sie zu besiegen. Übermacht wurde ihm gegeben über alle Stämme und Völker und Sprachen und Rassen. Alle Bewohner der Erde werden das Tier anbeten, obwohl sein Name niemals eingeschrieben war in das Buch des Lebens, das dem sich opfernden Lamme gehört, seit der Grundlegung der Welt.

Wer Ohren hat, der höre!

Wenn einer Unfreiheit sät, so soll er selber Unfreiheit ernten, wer das tötende Schwert schwingt, soll selber dem tötenden Schwert verfallen.

Was sich hier allein bewährt, ist die ausharrende Kraft und der Glaube derer, die dem Geist ergeben sind.

Und ich sah ein zweites Tier. Das stieg aus der festen Erde empor und hatte zwei Hörner, so dass es ähnlich aussah wie ein Lamm, aber seine Sprache war die eines Drachen.

Bei allem, wozu das erste Tier Vollmacht hat, wirkt es magisch mit vor dem Angesicht desselben. Es bewirkt, dass die Erde und alle ihre Bewohner das erste Tier anbeten, dessen tödliche Wunde geheilt wurde. Und es vollbringt große magische Taten. Es holt sogar Feuer vom Himmel und lässt es vor den Augen der Menschen auf die Erde niederfahren. Es führt die Bewohner der Erde irre durch die Wunder, die es vor dem Angesicht des ersten Tieres zu tun vermag.

Es bewirkt durch seine Worte, dass die Bewohner der Erde dem Tiere, das die Schwertwunde hatte und doch am Leben blieb, ein Bildnis errichten. Es sorgt auch dafür, dass dem Bilde des Tieres ein Geist eingegossen wird, so dass es sprechen kann. Das tut es, weil es finden will, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeten, den Tod finden.

Weiterhin bewirkt es, dass alle, Kleine und Große, Reiche und Arme, Freie und Unfreie, sich ein Zeichen auf die rechte Hand oder auf die Stirn prägen. Keiner soll kaufen oder verkaufen können, der nicht den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens als Zeichen und Prägung an sich selbst trät.

Hier spricht die Weisheit selbst. Wer Verstand besitzt, der suche den Sinn, den die Zahl des Tieres hat. Es ist die Zahl des Menschen. Und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.


14

Und ich sah: Siehe, das Lamm auf dem Berge Zion und um es geschart die Hundertvierundvierzigtausend, denen sein Name und der Name seines Vaters auf den Stirnen geschrieben stand.

Und ich hörte aus dem Himmel eine Stimme wie das Rauschen großer Wasserströme und wie das Spiel von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen und die das neue Lied singen vor dem Throne und vor den vier Tieren und dem Kreis der Ältesten. Keiner konnte das Lied erlernen außer den Hundertvierundvierzigtausend, die frei geworden waren von der Knechtschaft des Irdischen. Das sind diejenigen, die nicht ihr geistiges Wesen durch das bloß Seelische verunreinigen und also jungfräulichen Wesens sind. Sie folgen dem Lamme nach, wohin sein Weg auch führt. Sie sind aus der Menschheit herausgelöst als der Urbeginn einer neuen Menschheit, die dem Vatergotte und dem Lamme gehört. Auf ihren Lippen wird kein Trugwort laut. Ungetrübten Wesens sind sie.

Und ich sah den anderen Engel durch den Zenit des Himmels fliegen. Er trug das Ewige Evangelium, um es denen zu verkünden, die auf der Erde wohnen, allen Völkern und Stämmen und Sprachen und Rassen. Er sprach mit lauter Stimme: Habet Ehrfurcht vor der göttlichen Welt als der Quelle aller Offenbarung. Die Stunde der göttlichen Entscheidung ist da. Erhebet euch in Anbetung zu dem Schöpfer des Himmels und der Erde und des Meeres und aller Wasserquellen.

Und ein zweiter anderer Engel folgte und sprach: Gefallen, gefallen ist die große Stadt Babylon, die den Wein und die Aufwallung ihrer Unzucht an alle Völker der Welt ausgeteilt hat.

Und ein dritter Engel folgte den anderen beiden vorangehenden und sprach mit lauter Stimme: Wer das Tier anbetet und sein Bild und wer die Prägung und sein Zeichen auf der Stirn oder Hand annimmt, der soll von dem Weine der göttlichen Aufwallung trinken, der unvermischt aus dem Kelche seines Zornes dargeboten wird. Die Qualen des Feuers und des Schwefels wird er zu ertragen haben vor dem Angesicht der heiligen Engel und des Lammes. Durch alle Äonen wird der Rauch ihrer Qual emporsteigen, sie werden ohne Ruhe sein Tag und Nacht. Das trifft alle die das Tier und sein Bild anbeten und die Prägung seines Namens angenommen haben.

Was sich hier bewährt ist die ausharrende Kraft derer, die dem Geist ergeben sind, die sich an die göttlichen Geistesziele halten und an den Glauben, der in Jesus Gestalt angenommen hat.

Und ich hörte vom Himmel her eine Stimme, die sprach: Schreibe! Selig sind die Toten, die von jetzt ab in der Kraft des Christus sterben. Ja, der Geist spricht: Sie sollen die Ruhe finden nach ihrer Mühsal. Die wirklichen Früchte ihres Lebens verlieren sie auf ihren Selenwegen nicht.

Und ich sah, siehe, eine weiße Wolke. Und auf der Wolke die Gestalt des Menschensohnes. Auf seinem Haupte trug er eine goldene Krone, und in der Hand trug er eine scharfe Sichel.

Und der andere Engel trat aus dem Tempel hervor und rief mit lauter Stimme dem auf der Wolke kommenden zu: Schlag zu mit deiner Sichel und ernte, denn die Zeit der Ernte ist gekommen. Das Erntefeld steht reif.

Und der auf der Wolke fuhr mit seiner Sichel über die Erde und die Erde wurde geerntet.

Und der zweite Engel trat aus dem Tempel im Himmel hervor, und auch er hatte eine scharfe Sichel. Und wieder ein anderer Engel kam aus dem Altare hervor; er war es, der die Vollmacht über das Feuer besaß. Laut rief er dem Engel, der die scharfe Sichel hatte, zu: Schlag zu mit deiner scharfen Sichel und ernte die Trauben im Weinberg der Erde, denn die Beeren an den Trauben sind reif.

Und der Engel fuhr mit seiner Sichel über die Erde und erntete den Weinberg der Erde ab und warf die Trauben in die große Kelter des göttlichen Schicksalswillens. Und der Kelter wurde getreten, draußen vor der Stadt. Und es floß Blut aus dem Kelter hervor, das sechszehnhundert Stadien weit den Pferden bis an das Zaumzeug reichte.


15

Und dem schauenden Blick zeigt sich ein neues großes und erstaunliches Bild im Himmel: sieben Engel mit den sieben letzten Prüfungen, in denen sich der Ernst des göttlichen Schicksalswillens vollendet.

Und ich sah das Bild eines kristallenen Meeres, mit Feuer vermischt. Und diejenigen, die das Tier überwunden hatten und die Versuchung seines Bildes und der Zahl seines Namens, sah ich mit den Harfen Gottes an dem kristallenen Meere st,ehen. Und sie sangen das Lied des Moses, des Gottesknechtes, und das Lied des Lammes

Groß und bewundernswürdig sind deine Werke, o Herr, göttlicher Gebieter des Alls.

Zum Sein des Guten und zur Wahrheit führen deine Wege, du König aller Völker.

Wer steht nicht in Ehrfurcht vor dir?

Wer anerkennt dein Wesen nicht als den Quell aller Offenbarung?

Du allein bist heilig.

Alle Völker werden kommen, um dich vor deinem Antlitz anzubeten, denn nun haben sich deine höheren Ordnungen deutlich geoffenbart.

Danach sah ich, wie im Himmel der Tempel geöffnet wurde, das Tabernakel der göttlichen Selbstbezeugung. Und aus dem Tempel traten die sieben Engel hervor mit den sieben Prüfungen. Mit reiner leuchtenden Leinwand waren sie bekleidet, und um ihre Hüften trugen sie goldene Gürtel. Und eines von den viert Tieren gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen,, voll von den Willensregungen des Gotteswesens, welches das Leben der Welt durch alle Äonen trägt.

Und der Tempel füllte sich mit dem Rauch, der von dem Geisteslichte und der Seelenstärke des Gotteswesens ausging. Und keiner konnte in den Tempel eintreten, bis die sieben Prüfungen durch sie sieben Engel vollzogen waren.


16

Und ich hörte eine gewaltige Stimme. Die sprach aus dem Tempel zu den sieben Engeln: Macht euch auf und gießet die sieben Schalen des göttlichen Willens auf die Erde aus!

Der erste ging hin und goß seine Schale auf die Erde aus. Da wuchs den Menschen, die die Prägung des Tieres an sich trugen und die das Bild des Tieres anbeteten, ein böses, unheilverbreitendes Geschwür.

Und der zweite goß seine Schale aus in das Meer, und es verwandelte sich in Blut wie von einem Leichnam, und alle lebenden und beseelten Wesen im Meere kamen um.

Und der dritte goß seine Schale aus in alle Ströme und Wasserquellen, und das Wasser verwandelte sich in Blut. Und ich hörte den Engel der Gewässer rufen: Du trägst das wahre Wesen in dir, du Seiender und Gewordener, der du heilig bist. Darum führst du dies Gericht herauf: sie haben das Blut der Heiligen und der Propheten vergossen, und jetzt gibst du ihnen Blut zu trinken. Sie haben sich ihr Geschick selbst zugezogen.

Und ich hörte vom Altare her sprechen: Ja, Herr, göttlicher Gebieter des Alls, zur Wahrheit und zum Sein des Guten führet dein Gericht.

Und der vierte goß seine Schale aus über die Sonne. Ihm war aufgegeben, die Menschen mit Feuersgluten zu versengen. Und so brannten die Menschen in heißer Glut und stießen Verwünschungen aus gegen den Namen der göttlichen Macht, die solche Prüfungen über die Menschheit verhängen konnte. Sie fanden den Weg der Sinnesänderung nicht und verschlossen sich gegen die göttliche Offenbarung.

Und der fünfte goß seine Schale aus auf den Thron des Tieres. Da verfinsterte sich das Reich des Tieres, und die Menschen zerbissen sich vor Qual ihre Zungen und verwünschten die göttliche Macht des Himmels wegen ihrer Qualen und Geschwüre. Den Weg der Sinnesänderung fanden sie nicht und ließen nicht von ihrem Tun ab.

Und der sechste goß seine Schale aus auf den großen Euphrat Strom. Da trocknete alles Wasser darin aus, so dass den Königen aus den Ländern des Sonnenaufgangs ein Weg bereitet war.

Und ich sah, wie aus dem Rachen des Drachen und aus dem Maul des Tieres und aus dem Munde der falschen Propheten drei unreine Geister in der Gestalt von Fröschen hervorkamen. Das sind dämonische Geistwesen, die magische Wirkungen hervorrufen. Sie machen sich her über die Könige in der ganzen Welt, um sie zu dem Kriege zu versammeln, der entfesselt sein wird, wenn der große Tag des göttlichen Weltgebieters anbricht.

Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig der Mensch, der zu wachen versteht und seine Gewänder bewahrt, so dass er dann nicht nackt einhergehen muß und man seine Ungestalt sieht.

Er hat seine Scharen versammelt an der Stätte, die auf hebräisch Harmagedon heißt.

Und der siebente goß seine Schale aus in die Atmosphäre. Da ertönte eine mächtige Stimme aus dem Tempel vom Throne her: Es ist vollbracht!

Und es zuckten die Blitze,, es ertönten die Stimmen, Donner rollten, und ein großes Erdbeben erdröhnte, wie es noch keines gegeben hatte, solange Menschen auf der Erde leben; ein so gewaltiges Erdbeben war es. Und die große Stadt fiel in drei Teile auseinander, und die Städte aller Völker versanken in Trümmer.

Und Babylon, die große, tauchte vor dem Gedanken der Gottheit auf: ihr sollte der Kelch mit dem Wein des göttliche Willens als Kelch des Zornes dargereicht werden.

Und alle Inseln bewegten sich, und alle Berge stürzten ein. Und große Hagelschloßen, die zentnerschwer zu sein schienen, schlugen aus dem Himmel auf die Erde nieder. Und die Menschen nieder. Und die Menschen stießen Verwünschungen aus gegen die göttliche Welt wegen der Qualen, die ihnen der Hagel bereitete. Übergroß waren dies Qualen.


17

Da kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen haten, und sprach zu mir: Komm! Ich will die das Verhängnis der großen Hure zeigen, die auf den vielen Wasserströmen sitzt, mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben und von deren unreinem Wein die Bewohner der Erde trunken sind.

Und er führte mich auf dem geistigen Plane in eine Wüste. Da sah ich auf einem scharlachroten tiere ein Weib sitzen. Das Tier war über und über bedeckt mit Namen der Gottes-Verwünschungen und hatte sieben Köpfe und zehn Hörner. Das Weib war mit purpurroten und scharlachroten Gewändern bekleidet, dazu mit Gold und Edelsteinen glänzend geschmückt. Sie hielt in der Hand einen Kelch voll von Greueltaten und unreinen Wesen, die ihrer Unzucht entstammten. Und auf ihrer Stirne stand ein Name geschrieben, ein Mysterium: Das große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Greueltaten auf Erden.

Und ich sah das Weib trunken von dem Blute derer, die dem Geist ergeben sind, von dem Blute derer, die das Schicksal Jesu mit dem eigenen Schicksal bekräftige haben.

Als ich das Weib sah, befiel mich eine große Verwunderung. Da sprach der Engel zu mir: Worüber wunderst du dich? Ich will dir das Geheimnis des Weibes sagen und das des Tieres, das sie trägt und das sieben Köpfe und zehn Hörner hat. Das Tier, das du siehst, ist dagewesen; es ist jetzt nicht da, aber es wird von neuem aus dem Abgrund emporsteigen, und dann wird es seinen Untergang finden. Die Menschen auf der Erde werden, deren Namen seit der Grundlegung der Welt niemals im Buche des Lebens gestanden haben, werden in Verwunderung geraten beim Anblick des Tieres, das in der Vergangenheit da war, jetzt nicht da ist, aber in der Zukunft da sein wird.

Hier spricht der Verstand, der zur Weisheit erhöht ist.

Die sieben Häupter sind sieben Berge. Auf ihnen sitzt das Weib. Sie sind zugleich sieben Könige. Fünf von ihnen sind gefallen, einer ist da und einer ist noch nicht da. Wenn er kommt, wird er eine kurze Zeit bleiben. Und das Tier, das dagewesen ist und nicht da ist, ist selber der achte König und gehört doch auch zu den sieben; er wird seinen Untergang finden.

Die zehn Hörner, die du siehst, sind zehn Könige, die ihre Herrschaft noch nicht angetreten haben, aber sie werden nach dem Tiere eine Stunde lang als Könige ihre Macht ergreifen.

Diese alle sind von einer Gesinnung beseelt. Sie werden ihre Kraft und Vollmacht in den Dienst des Tieres stellen. Und so werden sie gegen das Lamm in den Kampf ziehen, aber das Lamm wird siegreich über sie sein, denn es ist der Herr aller Herren und der König aller Könige. Auf seiner Seite stehen alle Berufenen und Erwählten, alle, die den Glauben haben.

Und er sprach zu mir: Die Wasserströme, die du siehst, auf denen die große Hure sitzt, sind die Rassen und die Massen, die Völker und die Sprachen. Und die zehn Hörner, die du siehst, und das Tier: einmal werden sie in Haß gegen die große Hure entbrennen. Sie werden bewirken, dass sie schließlich einsam und nackt dasteht. Sie werden ihr Fleisch verzehren und sie in Flammen aufgehen lassen. Denn der Vatergott hat ihren Herzen einen Willen eingepflanzt, nach dem sie zuletzt doch in seinem Sinne handeln müssen. So dienen sie diesem einen Sinne auch indem sie ihr Reich in den Dienst des Tieres stellen, bis die Ziele des Gotteswortes erfüllt sind.

Das Weib, das du siehst, ist die große Stadt, die über alle Könige der Erde herrscht.


18

Danach sah ich einen Engel aus dem Himmel hernieder steigen. Er hatte eine gewaltige Vollmacht, und die ganze Erde wurde erleuchtet durch das geistige Licht, das von ihm ausging. Er rief mit durchdringender Kraft: Gefallen, gefallen ist die große Babylon, zu einer Behausung der Dämonen ist es geworden und zu einem Gefängnis aller Arten von unreinen Geistern und von unheimlichen und unheilvollen Vögeln. Von dem Weine seines Rausches und seiner Unzucht haben alle Völker getrunken, die Könige der Erde haben an seiner Unzucht teilgenommen, und die Kaufleute der Erde sind durch seine Antriebe seiner Sinnensucht reich geworden.

Und ich hörte eine andere Stimme vom Himmel her sprechen:

Verlasset die Stadt, die ihr mein Volk seid. Laßt euch nicht in die Gemeinschaft der Verfehlungen hineinziehen, damit euch nicht auch die Schläge ihres Schicksals treffen. Ihre Verfehlungen reichen von der Erde bis zum Himmel empor; der erkennende Blick der Gottgedanken ruht auf ihren Abirrungen.

Gebet ihr zurück, was sie euch gegeben hat. Spendet ihr doppelt den Kelch, den sie euch reichte, um daraus zu trinken. Bereitet ihr Qual und Trauer nach dem Maße ihrer Selbstverherrlichung und Sinnensucht. Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne als Königin und bin keine Witwe, ich will nichts sehen, was mich traurig macht. Deshalb werden alle Schläge ihres Schicksals sie an einem einzigen Tag treffen, Tod, Trauer und Hunger und das Feuer, in dem sie verbrennt. Denn von strenger Stärke ist der Herr, der sie als Gottheit richtet.

Die König der Erde, sie sich in ihre Unzucht und Sinnensucht haben hineinziehen lassen, werden über sie weinen und klagen, wenn sie den Rauch des Feuers aufsteigen sehen, in welchem sie verbrennt. Sie werden aber nur von ferne zuschauen, weil sie sich vor den Qualen fürchten. Sie werden sprechen: Wehe, wehe, du große Stadt Babylon, du warst eine große Stadt, und so hat sich in einer einzigen Stunde dein Schicksal erfüllt.

Und die Kaufleute der Erde werden über sie weinen und trauern, denn nun kauft niemand mehr ihre Waren: Gold, Silber, Edelsteine und Perlen, Tuche aus Byssus und Purpur, aus Seide und Scharlach, edle Hölzer und Gefäße aus Elfenbein, kostbarem Holz, eisen und Marmor; dazu Zimt Pfeffer, Räucherwerk, Myrrhe und Weihrauchharz, und Wein und Öl, Mehl und Korn, Rinder, Schafe, Pferde und Wagen, dazu die Leiber und Seelen von Menschen. Das üppige Leben, dem sich deine begierdevolle Seele hingab, ist dir entschwunden, aller Reichtum und aller Glanz ist für dich untergegangen und niemals wirst du etwas davon zurückgewinnen können. Die Kaufleute, die damit handelten,, stehen da und schauen von ferne auf die, durch die sie reich geworden sind. Sie fürchten sich vor ihren Plagen. Sie weinen und trauern und sprechen: Wehe, wehe, du große Stadt, die du bekleidet warst mit Byssus, Purpur und Scharlach und glänzend geschmückt mit Gold, Edelsteinen und Perlen; denn in einer Stunde hat sich dieser dein Reichtum in eine Wüste verwandelt.

Und alle Schiffslenker und alles Schiffsvolk, alle Seeleute und die sonst etwas mit dem Meer zu tun haben, standen von ferne, und als sie den Rauch des Feuers sahen, in welchem sie verbrannte, sprachen sie: Wer konnte sich mit dir vergleichen, du große Stadt! Sie streuten Erde auf ihre Häupter und riefen unter Weinen und Klagen: Wehe, wehe, du große Stadt. Von deinen Kostbarkeiten sind alle reich geworden, deren Schiffe das Meer befahren. In einer Stunde bist du in eine Wüste verwandelt worden.

Frohlocket nun über sie, ihr Sphären des Himmels mit allen Heiligen, Aposteln und Propheten. Euer Urteil über sie hat Gott selbst an ihr vollstreckt.

Da hob der eine starke Engel einen mächtigen Stein empor, der wie ein Mühlstein aussah, und warf ihn in das Meer und sprach: So wird mit einem Wurfe Babylon, die große Stadt, gestürzt. Niemals steigt sie wieder empor. Niemals mehr wird die Stimme der Harfenspieler, Sänger, Flötenspieler und Posaunen-Bläser in dir ertönen. Keine Arbeit, welcher Art sie auch sei, wird mehr in dir verrichtet. Keine Mühle wird man mehr in dir hören, und keines Leuchters Licht wird mehr in dir leuchten. Niemals wird man wieder die Stimme des Bräutigams und der Braut in dir vernehmen.

Deine Kaufleute waren die Großen der Erde; mit deinem Zaubertrank haben sie alle Völker verführt. In dir ist das Blut der Propheten und der Heiligen verflossen, das Blut all derer, die auf Erden der Opfertod gefunden haben.


19

Danach hörte ich eine mächtige Stimme wie von einer großen Schar im Himmel:

Hallelujah! Alles Heil und alle Offenbarung, alle Weltenkraft gehört dem Gotte, dem wir dienen. Zur Wahrheit und zum Sein des Guten führen seine Entscheidungen. Er hat das Urteil gefällt über die große Hure, die mit ihrer Unzucht alles Erdensein verdorben hat. Gesühnt hat er das von ihrer Hand vergossene Blut seiner Diener.

Und noch einmal sprachen die Stimmen:

Hallelujah! Der Rauch des Brandes wird nicht aufhören, emporzusteigen von einem Äon zum Anderen.

Da fielen die vierundzwanzig Ältesten und die vier Tiere nieder und beteten das hohe Gotteswesen an, das auf dem Thron saß, und sprachen: Ja, Amen, hallelujah!

Und vom Throne her sprach eine Stimme:

Lobpreiset den Gott, dem wir dienen, alle, die ihr ihm ergeben seid und euch in Ehrfurcht vor ihm beugt, Kleine uns Große!

Und ich hörte eine Stimme wie von eine Stimme, wie von einer Schar und wie das Rauschen vieler Wasserströme und wie das Dröhnen gewaltiger Donner:

Hallelujah! König ist der Herr unser Gott, der Gebieter des Alls. Laßt uns fröhlich sein und jubeln und seine Offenbarung preisen: Die Hochzeit des Lammes beginnt; sein Weib hat sich bereitet. Mit Gewändern von leuchtend reinem Byssus darf sie sich bekleiden. Das weiße Gewand ist das höhere Wesen, das in denen leuchtet, die dem Geiste ergeben sind.

Und er sprach zu mir: Schreibe! Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lames berufen sind. Und er fuhr fort: Dies sind wahrhaftige Gottesworte.

Und ich fiel zu seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Das sollst du nicht tun. Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder. Haltet euch an das Zeugnisschicksal Jesu. Dem Vatergotte gelte deine Anbetung. In dem Zeugenschicksal Jesu waltet der Geist der Prophetie, die Kraft für das Zukünftige.

Und ich sah, wie der Himmerl sich auftat. Siehe, ein weißes Pferd. Und der Reiter, der auf ihm saß, er ist es, der den Glauben und die Erkenntnis wahr macht. Durch seine Entscheidungen und seinen Kampf entsteht das Sein des Moralischen. Seine Augen sind wie Feuerflammen, auf seinem Haupte leuchtet eine Vielzahl von Kronen. Ihm ist ein Name eingeschrieben, den niemand versteht außer ihm selber. Er ist mit dem blutbesprengten Gewand bekleidet. Dessen Name heißt: Der Logos Gottes.

Und die Heere des Himmels folgen ihm auf weißen Pferden, mit reiner weißer Leinwand bekleidet. Aus seinem Munde geht ein scharfes Schwert hervor, nit dem er die Völker trifft. Er ist der Hirte der Völker und trägt den ehernen Stab. Er tritt die Kelter, aus der der Wein des göttlichen Willens als Zorn desm Weltgebieters hervorquillt. Auf seinem Gewande aund auf seiner Hüfte steht der Name eingeschrieben: König aller Könige, Herr aller Herren.

Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen. Der rief mit lauter Stimme. Der rief mit lauter Stimme allen Vögeln, die durch den Zenit des Himmels flogen, zu: Kommt, sammelt euch zu dem großen Gottesmahle. Eure Speise seien die Leiber der Könige und die Leiber der Kriegsherren, die Leiber der Mächtigen und die Leiber der Pferde und ihrer Reiter, die Leiber aller Freien und Unfreien, aller Kleinen und Großen.

Und ich sah das Tier und die Könige des Erdkreises und ihre Heer versammelt zum Kampf gegen den Weißen Reiter und sein Heer. Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsch Prophet, der in seiner Gegenwart durch Wundertaten die Menschen verführt hatte, nämlich diejenigen, die das Zeichen des Tieres an sich trugen und sein Bild anbeteten. Beide wurden lebendig in die Feuersümpfe gestürzt, aus denen die Schwefelflammen lodern. Die übrigen fanden den Tod durch das Schwert, das aus dem Munde des Reiters hervorging. Und alle Vögel sättigten sich an ihren Leichnamen.


20

Und ich sah einen Engel aus dem Himmel hernieder steigen. Der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine mächtige Kette in seiner Hand. Und er ergriff den Drachen, die Schlange des Urbeginnes, sie vereinte diabolisch und satanische Macht, und schlug ihn auf tausend Jahre in Fesseln und stürzte ihn in den Abgrund, den er über ihm verschloß und versiegelte, damit er fortan die Erdenmenschen nicht irreleite, bis die tausend Jahre vollendet wären. Danach soll er für eine bemessene Zeit von seinen Fesseln ledig sein.

Und ich sah Throne und die darauf saßen. Ihnen war das Amt der Schicksalslenkung übertragen. Dazu sah ich die Seelen derer, die wegen ihres Bekenntnisses zu Jesus und um des göttlichen Weltenwortes willen erschlagen worden waren. Sie hatten weder das Tier noch sein Bild angebetet, ihnen war also auch nicht sein Zeichen auf Stirn und Hand geprägt. Diese lebten und herrschten mit Christus tausend Jahre lang. Die übrigen Toten konnten erst wieder aufleben, als die tausend Jahre vollendet waren. So zeigte sich mir die erste Auferstehung.

Selig und heilig sind diejenigen, die an der ersten Auferstehung teilhaben. Über sie hat der zweite Tod, der Seelentod, keine Gewalt; sie werden Priester Gottes und Christi und mit Christus tausend Jahre König sein.

Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird die satanische Macht aus ihrem Kerker frei, und sie wird hervortreten als Verführer der Völker an allen vier Ecken der Erde. Sie wird die Menschheit in Gog und Magog zusammenrotten und insgesamt in Kriege verwickeln; ihre Zahl wird sein wie der Sand am Meere.

Und sie zogen herauf über den ganzen Erdball und umzingelten und belagerten die Festung der Heiligen und die geliebte Stadt. Dann aber fuhr Feuer aus dem Himmel herab und verzehrte sie. Und die diabolische Macht, die sie verführte, wurde in den Sumpf aus Feuer und Schwefel geworfen, wohinein auch bereits das Tier und der falsche Prophet gestürzt worden waren, Qual erleidend Tag und Nacht durch alle Äonen.

Und ich sah einen großen, weißen Thron, und vor dem Antlitz dessen, der darauf saß, schnellten Erde und Himmel zurück und waren innerhalb der Raumeswelt nicht mehr zu finden. Und ich sah die Toten, große und kleine, die vor dem Throne standen, und ihre Bücher wurden aufgeschlagen. Und noch ein Buch wurde aufgeschlagen: das Buch des Lebens. Und es wurden die Schicksale der Toten bestimmt aus dem, was in den Büchern geschrieben stand, je nach ihren Werken. Und das Meer gab seine Toten her, und das Reich des Todes und der Schatten gab auch seine Toten her. Und es wurde eines jeden Schicksal bestimmt je nach seinen Werken und das Reich des Todes und der Schatten wurde gleichfalls in die feuerschwelendensumpfigen Tiefen gestürzt. Das ist der zweite Tod, der Feuersumpf. Und jeder, dessen Name nicht in dem Buche des Lebens stand, wurde auch in den Feuersumpf geworfen.


21

Und ich sah den neuen Himmel und die neue Erde. Der alte Himmel und die alte Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr.

Und ich sah weiter die heilige Stadt, das Neue Jerusalem. Aus dem Himmel senkte sie sich herab, aus dem Bereiche der Gottheit selbst. In ihrer Wohlgestalt glich sie einer Braut, zur Vermählung geschmückt.

Und ich hörte vom Throne her eine mächtige Stimme sprechen:

Siehe, die Tempelhütte Gottes unter den Menschen. Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein. Die Gottheit selbst wird bei ihnen sein und alle Tränen aus ihren Augen wischen. Es wird keinen Tod mehr geben und keine Trauer und keinen Klageruf und keine schwere Last; denn die alte Welt ist vergangen.

Und der Thronende sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach: Schreibe! Dies sind Worte des Glaubens und der Erkenntnis. Und er sprach zu mir:

Es ist vollbracht. Ich bin das Alpha und das Omega, der Urbeginn und auch das Weltenziel. Den Dürstenden will ich aus der Quelle des Lebens spenden, ohne eine Bedingung zu stellen. Wer die Prüfung besteht, soll alles, was du siehst, besitzen. Ich werde sein Gott und er wird mein Sohn sein. Den furchtsamen Seelen jedoch, denen, die keinen Glauben haben, die das Menschenbild entstellen, die um sich herum den Tod ausbreiten, unreine Seelenwege gehen, dunkle Magie anwenden und den dämonischen Mächten dienen, sowie allen, die das wahre Sein verfälschen, unter ihnen tun sich die feurigen Sümpfe des Abgrundes auf, aus denen Schwefelflammen lodern. Das ist der zweite Tod, der Seelentod.


Da kam einer von den Engeln denen die sieben Siegel mit den sieben letzten Prüfungen gegeben waren, und sprach zu mir: Komm! Ich will dir die Braut, das Weib des Lammes, zeigen.

Und er entrückte mich im Geistgebiet auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt, Jerusalem, die sich aus dem Himmel hernieder senkte, aus dem Bereiche der Gottheit selbst. Sie erstrahlte im Licht der Gottes-Offenbarung. Ihre Leuchtkraft glich der eines kostbaren Edelsteines, sie war wie die eines kristallhellen Jaspis.

Die Stadt hatte eine große, hohe Mauer und zwölf Tore. Und auf den Toren standen zwölf Engel, und Namen waren darauf geschrieben: die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels. Nach Osten gingen drei Tore, nach Norden drei Tore, nach Süden drei Tore und nach Westen drei Tore. Und die Mauer der Stadt ruhte auf zwölf Fundamenten, und darauf standen die zwölf Namen de zwölf Apostel des Lammes.

Der mit mir sprach, hatte ein goldenes Messrohr, um die Stadt und ihre Tore auszumessen. Als ein Vierkant liegt die Stadt da; ihre Länge und ihre Breite sind einander gleich.

Und er maß die Stadt mit dem Rohre und fand, daß ihre Länge zwölftausend Stadien betrug. Ihre Länge und ihre Breite und ihre Höhe sind einander gleich. Und er nahm das Maß der Mauer: hundertvierundvierzig Ellen. Das ist das Maß des Menschen und zugleich das des Engels.

Die Mauern waren aus Jaspis gebaut, die Stadt selber aus lauterem Gold, das einem durchsichtigen Kristalle glich. Die Fundamente der Stadtmauer waren mit allenEdelsteinen geschmückt:

Das erste Fundament mit Jaspis,

das zweite mit Saphir,

das dritte mit Chalcedon,

das vierte mit Smaragd,

das sechste mit Karneol,

das siebente mit Chrysolith,

das achte mit Beryll,

das neunte mit Topas,

das zehnte mit Chrysopas,

das elfte mit Hyazinth,

das zwölfte mit Amethyst.

Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen; jedes einzelne Tor was aus einer einzigen Perle gebildet. Und die Straße der Stadt bestand aus lauterem Gold, das einem durchsichtigen Kristall glich.

Einen Tempel sah ich in der Stadt nicht. Der Herr, der göttliche Weltgebieter ist selber ihr Tempel, zusammen mit dem Lamm.

Die Stadt bedarf auch nicht der Sonne oder des Mondes, um erleuchtet zu werden. Das Licht der Geistesoffenbarung erleuchtet sie, und ihr Leuchter ist das Lamm.. Mit diesem ihrem Licht erhellt sie die Wege der Völker, und die Könige der Erde opfern ihr ihren Glanz. Die Tore der Stadt werden an keinem Tage verschlossen, denn es gibt dort keine Nacht.

Alle Geistesschätze und Seelenwerte der Völker wird man in diese Stadt tragen. Aber nichts Uneingeweihtes dringt in sie ein, nichts, wodurch das Menschenbild entstellt und das wahre Sein verfälscht wird. Nur der findet Einlaß, dessen Name im Buche des Lebens steht, das dem Lamme angehört


22

Und er zeigte mir einen Strom: das Wasser des Lebens, von leuchtender Klarheit, glich einem Kristall. Er entsprang aus dem Throne Gotte und des Lammes. Mitten auf den Straßen der Stadt und hüben und drüben am Strom der Baum des Lebens, zwölf Früchte tragend, so daß er jeden Monat seine Früchte gab. Und die Blätter des Baumes dienten den Völkern als heilende Arznei. Jeder Fluch verliert durch sie seine Kraft.

Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt stehen, und seine Getreuen werden den heiligen Dienst vor ihm verrichten. Sie werden sein Antlitz schauen, und sein Name wird auf ihren Stirnen leuchten.

Keine Nacht wird mehr sein, sie bedürfen keines Lichtes und keines Leuchters mehr, auch nicht des Lichtes der Sonne, denn der Herr, Gott selbst, wird über sie leuchten. Und sie werden Könige sein durch alle Äonen.

Und er sprach zu mir: Dies sind die Worte des Glaubens und der Erkenntnis. Der Herr, aus dessen göttlichem Wesensquell allen prophetischen Geistern die Offenbarung zuteil wird, hat seinen Engel ausgesandt, um seinen Getreuen zu zeigen, was mit schnellen Schritten herannaht.

Siehe, ich komme in einem Augenblick. Selig ist, wer die zukunftweisenden Worte dieses Buches in sein Herz aufnimmt.

Ich, Johannes, bin es, der dies gehört und geschaut hat. Und als ich es hörte und schaute, fiel ich anbetend zu Füßen des Engels nieder, der mir das alles zeigte. Und er sprach zu mir: Das sollst du nicht tun. Ich bin dein Mitsklave und der deiner Brüder, derer, die von der Zukunft künden, und derer, die dieses Buch in ihr Herz aufnehmen. Dem Vatergotte allein gelte deine Anbetung.

Und er sprach z u mir: Versiegele die zukunftweisenden Worte dieses Buches nicht. Die Zeit drängt, es ist an der Zeit! Wer jetzt dem Guten ferne ist, wird auch künftig dem Guten ferne sein. Wer jetzt voller Trübung ist, wird es auch künftig sein. Wer jetzt aber Anteil hat am höheren Sein, wird auch in Zukunft sein Leben aus dem höheren Sein gestalten können. Und wer geistdurchdrungen ist wird auch fernerhin Durchgeistigung erfahren.

Siehe, ich komme auf einmal. Und ich werde der Herr des Schicksals sein; einem jeden werde ich den Schicksalsausgleich geben, der seinen Taten entspricht.

Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Urbeginn und das Weltenziel.

Selig sind, die ihre Feiergewänder reinigen. Sie habenVollmacht über den Baum des Lebens und dürfen durch die Tore eintreten in die Stadt. Draußen müssen sie bleiben die Ungeweihten, die sich der Magie bedienen, unreine Seelenwege gehen, den Tod um sich herum verbreiten, den dämonischen Mächten dienen und durch die Gesinnung und die Tat das wahre Sein verfälschen.

Ich, Jesus, habe meinen Engel zu euch gesandt. Er soll euch in den Gemeinden diese Worte bekräftigen.

Ich bin die Wurzel und der Stamm Davids. Ich bin der strahlende Morgenstern.

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und der diesen Ruf hört, spreche auch: Komm! Jeder Dürstende möge kommen. Wer will, schöpfe frei vom Wasser des Lebens.

Ich selbst mache jedem, der sie hört, die prophetischen Worte dieses Buches zu einer inneren Kraft. Wem sie nichts sagen, dem wird die geistige Welt dadurch nahe kommen, dass er durch die Prüfungen hindurchgehen muß, die dieses Buch beschriebt. Wem die Worte dieses Buches eine zu schwere Last sind, dem wird die geistige Welt seinen A-nteil entziehen am Baume des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buche geschrieben steht.

Der diesen Worten Kraft verleiht, er spricht: Ja, ich komme schnell.

Ja, Amen, komm, Jesus unser Herr!

Die Gnade Jesu, unseres Herrn, sei mit denen, die sich ihm heiligen.








Dienstag, der 29. Juli 2014, Kamp-Lintfort

Die Opferfeier

I.

Der Opfer-Feiernde mit seinen Helfern zur Rechten und Linken, steht  vor dem  Opfertisch, Gesicht nach diesem gerichtet und spricht:

Christi Taten auf Golgatha

Stehen vor unseren Seelen

Die Weihe-Stimmung unserer Seelen

Offenbaret uns Christi Taten auf Erden.

Die Verehrung unserer Seelen

Betet zu Christi Menschheitsopfer.

Die Andacht unserer Seelen

Führe in diesen Opferraum(an diesen Ort)

Das Erleben von Christi Menschheitsopfer.

Nach einer Pause spricht der Feiernde weiter:

Der Vatergott sei in uns

Der Sohnesgott schaffe in uns

Der Geistgott erleuchte uns.

Der Feiernde wendet sich um und spricht zur Gemeinde:

Christus in euch.

Der vom Feiernden rechts stehende Helfer erwidert:

Und deinen Geist erfülle Er.

Nun spricht in der Richtung nach dem Opfertisch der von dem Feiernden rechts stehende Helfer:

Zu  dem Vatergotte wenden

Wir unseren Geist.

Er webt im Weltengrunde

Er lebt in unserer Menschheit.

Wir sind alles,

Was wir sind

In seinem Sein

Durch seine Kraft.

Zu dem Sohnesgotte wenden

Wir unsere Seele.

Er waltet als ewiges Wort

In  Weltensein und Menschen wesen.

Wir finden Trost

Für unsere Schwachheit

In seiner Stärke

In unserer Finsternis

Durch sein Licht,

Uns Seelenkraft durch ihn

Als Geistessonne.

Mit dem Gesicht zur Gemeinde liest nun der  zur linken vom Feiernden stehende Helfer ein  Kapitel aus dem Evangelium. Vorher aber spricht er:

Mein Herz trage in sich

Das Bewußtsein Deines Lebens

O Christus;

Meinen Lippen lassse Du entströmen

Dein reines Wort.

O Christus.

Deine Gnade würdige

Mich, zu sprechen Dein Wort:

O Christus.

Evangeliumlesung (Der linke Helfer: Es wird nun verkündet das Evangelium nach...)

Der Feiernde in der Mitte spricht mit dem Gesicht zum Opfertisch:

 

Unbenanntes Dokument

21. Mai - 21. Juni

Zwillinge

Hier nun die achte Seite, die sich auf unsere Monate bezieht. Sie sind gemeint als eine Orientierrung im Jahreslauf und gewonnen aus einer Meditationsleistung im Gang durch das Jahr.

Und nun kommen wir zu der Pfingstzeit, also zu der Zeit der Erscheinung des Heiligen Geistes, Mai-Juni. Wir bekommen, wenn wir das alles in voraus durchgemacht haben, wenn wir uns in einer anderen Welt fühlen, einen Begriff, wie uns werden kann  eine neue lebende Erkenntnis, nicht diejenige Erkenntnis, die wie als Worte abschälen von den Dingen um uns. Also 

1. Neue lebende Erkenntnis(Evangelium)

Wir fangen an, das Evangelium in seiner Lebendigkeit zu fühlen, und jetzt ergibt sich, dass wir lernen, es aussichtsvoll zu empfinden, das eine moralische Welt aufgeht, weil das Moralische nach dem Untergang der rein natürlichen Welt deren Fortsetzung werden wird. Das zweite ist also die Aussicht auf das Sein des Moralischen.

2. Aussicht auf das Sein des Moralischen

Das wird eine sehr konkrete Empfindung sein, wenn wir erst alles andere durchgemacht haben, nachdem wir in der Fastenzeit zu dem Gefühl der Gefahr für das Moralische kamen. Und nachdem wir diese Aussicht auf das Sein dieses Moralischen uns eröffnet haben, da lernen wir erkennen, ich möchte sagen, wie hinweggeschwebt von aller Erdenschwere die sich selber haltende Wahrheit im Geist.

3. Im Geiste sich selber haltende Wahrheit

Das ist durchaus etwas, was man erst in seiner Konkretheit gesondert erleben muß, um es als Mensch zu haben. Alles, was wir auf der Erde erleben können, was wir durch die Sinne  und mit dem Verstande kombinieren können, trägt in sich ein gewisses Element, das ich bildhaft vergleichen möchte mit dem folgenden: Man denke sich, es trete ein Athlet vor uns hin und er zeige uns ein Gewicht, auf dem, sagen wir, 1000 kg steht. Wir wundern uns über seine Riesenkraft: Aber dann zeigt er uns, indem er es schüttelt, dass da gar nichts drinnen ist, und wir hören auf, an die Wahrheit dieser Erscheinung zu glauben. Wodurch hören wir auf, an die Wahrheit dieser Erscheinung zu glauben? Weil wir sehen, dass der Erdenkraft die Schwere fehlt, und das Irdische hört auf, für uns ein Sein zu haben im wahren Sinne des Wortes, wenn ihm die Erdenkraft der Schwere fehlt.

Das Geistige hat eine innere Schwere, die innere Haltekraft.

Wir bekommen nicht früher eine Empfindung von dieser inneren Haltekraft des Geistes, bevor wir nicht die Dinge durchgemacht haben, von denen ich gesprochen habe. Dann aber, wenn wir das durchgemacht haben, merken wir, dass dasjenige, was uns gesondert im Geiste erscheint als die Wahrheit der Welt, auch in den Dingen des Materiellen drinnen ist, so dass nicht die materiellen Dinge Trug sind, sondern nur ihr Erscheinen als bloße Materie.

Nicht die materiellen Dinge sind Trug, sondern nur ihr Erscheinen als bloße Materie

4. Materie als Geist

Haben wir dieses empfunden, dann, meine lieben Freunde, müssen wir so etwas erleben wie ein Eindringen der Kraft, die wir durch diese ganze Meditation gewonnen haben, in unser Wort, dann ist der Moment, wo sich in unserer inneren Meditation das ergibt, was man aussprechen kann durch die Worte: Mir ist die Zunge gelöst.

5. Die Zunge gelöst

Man empfindet im ausgesprochenen Worte das Weltenwort. Man empfindet es wie etwas, was man , ich möchte  sagen, an dem Aussprechen des Wortes selbst erlebt; wie man beim Hinunterschlucken einer Speise einen Geschmack hat, so empfindet man beim Aussprechen des Wortes, wenn die Zunge in diesem Sinne gelöst wird dasjenige, was das Wort als Weltenwort uns empfinden lässt, nicht bloß verstehen lässt. Man fühlt sich dann in dem Worte, man fühlt sich dann herausgehoben aus dem, was unser bloßer Leib ist, man fühlt sich auf den Wellen des Wortes mit seinem Wesen webend, man fühlt die Befreiung.

6. Fühlen der Befreiung

 Und man fühlt dann auch die Vereinigung mit dem, was einen befreit hat, die Vereinigung mit dem Geiste.

7. Vereinigung

 

 

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