Sonntag


 29. Sonntag nach der OsterZeit 2020,
29. Wochenspruchwoche 2020

Vierter und letzter MichaelSonntag
Sonne, Sonnentag, Sonntag
Lichtvoll waltet der Geist
In die Finsternisse scheinet er
Die Finsternisse leben scheinend vom Licht
In Finsternissen webet der Geist wesenhaft
Finsternis belebt sich am Licht
Licht macht Finsternis gut
Des Lichtes Schein ist das Gute im Dunkel.

Die Persönlichkeit unserer Sonne

Zwischen diese Taten und Impulse der anderen planetarischen Individualitäten stellt sich dann die Sonne hinein, gewissermaßen Harmonie schaffend zwischen dem Menschenbefreienden und dem Schicksalbestimmenden. So dass man in der Sonne diejenige Individualität hat, wo in einer wunderbaren Weise zusammenwirkt das schicksalbestimmend Notwendige, das Menschenbefreiende. Und derjenige versteht allein das, was eigentlich in dem lohenden, lodernden Sonnenlicht enthalten ist, der dieses Ineinanderweben und –leben von Schicksal und Freiheit, in dem sich in die Welt verbreitenden und wiederum in der Sonne sich warm zusammenhaltenden Lichte schaut.
Auch mit der Sonne selbst kommen wir nicht zurecht, wenn wir sie bloß in dem anschauen, was die Physiker von ihr wissen. Wir kommen mit der Sonne nur zurecht, wenn wir sie in dem anschauen, was sie seelisch-geistig ist. Da ist sie dasjenige, was in der Wärme erglühen macht die Schicksalsnotwendigkeit, und in der Flamme das Schicksal in Freiheit löst, und wiederum die Freiheit, wenn sie missbraucht wird, zusammenballt zu dem wirksamen Substanziellen der Sonne. Die Sonne ist gewissermaßen die Flamme, in der die Freiheit phosphorisch im Weltenall erscheint, und ist zu gleicher Zeit die Substanz, in der, wie in sich zusammenballender Asche, die missbrauchte Freiheit als Schicksal sich zusammenbackt, um weiter wirken zu können, bis dieses Schicksal wiederum seinerseits phosphorisch in die Flamme der Freiheit übergehen kann.​​​​​​​
Die Sonne ist das verbindende Element zwischen den ober- und den untersonnigen Planeten. Dabei ist darauf hinzuweisen dass die Sonne sich nicht vorzustellen ist als die brennende Energiequelle unserer Welt, sondern die Sonne muß angemessen betrachtet werden insofern als sie als Gegensatz des Räumlichen zu gelten hat. Sie ist wie Minus, sie ist wie negative Materie, sie ist das Saugende in Gegensatz zu einem Drückenden. Und obwohl dieses Saugende vorhanden ist in diesem Nicht-Raum, in dem Negativraum, muß man sich die Sonne nur als einen Spiegel vorstellen, der, weil er die Räumlichkeit nicht ist, das Licht nicht durchlassen kann und somit als Spiegel das Licht aus den Weiten zu uns heranbringt. Dieses Licht muß dann also aus anderen Orten kommen als von der Sonne selbst und wenn man dieser Frage nachgeht, wo das Licht denn herkommt, das die Sonne lediglich spiegelt, dann kommt man doch zu Fragen, die einen näher führen in die Regionen der höheren Hierarchien. Nun ist es so, das auch die Sonne eine Dreiheit ist. Diese Sonne ist nur ein Element in der ganzen Sonne. Dieser Sonne liegt zugrunde ein Seelisches und ein Geistiges und das Geistige, dass dieser Sonne zugrunde liegt ist das allgemeine Gute der Welt, das Gute der Welt, das Einheitliche, die Welt durchwallende Gute. Das war der Geist der Sonne. Dieses Seelische nannte der Grieche Helios und erst das Dritte, der physische Ausdruck des Guten und des Helios war dann die physische Sonne. Es sah also der Mensch anstelle der Sonne ein Dreifaches und mit diesem Dreifachen, das an der Sonne in alten Zeiten gesehen worden ist, brachten diejenigen Menschen, welche in der Zeit des Mysterium von Golgatha dachten, mit diesem dreifachen Sonnenmysterium brachten diese Weisen das Christusmysterium zusammen, das Mysterium von Golgatha selber. Mit der Sonnenverehrung war verbunden für diejenigen, die etwas wussten, die Christusverehrung. Mit der Sonnenweisheit war wiederum für diejenigen, die etwas wussten, verbunden die Christusweisheit. Der physischer Leib des Christus ist die physische Sonne. Der ätherische Leib Christi sind die Sieben Planeten. Der Astralleib des Christus  wird sichtbar als die zwölf Tierkreiszeichen und das Ich des Christus ist noch ganz weit draußen. Beziehungen bestehen überall und ebenso zwischen den Himmelskörpern.