Fische | 19. Februar - 20. März


Astrologisch Fische, Astronomisch Wassermann,  
Karnevale, Fastenzeit, Beginn Passionszeit 2020

5. Nachtfarbe: dunkelrosa
Bezug: Geschmackssinn/
kleine Septime/ F-Dur, d-moll
25.02. - 24.03.(19.2. - 20.3.)

1. Erden-Niedergang
2. Gefahr für das Moralische
3. Ewiges Erbe der Menschheit und zeitliches Menschsein
4. Der Heilung bedürftig
5. Des Führers bedürftig
6. Des Lichtes bedürftig
7. Der Sinneswandlung bedürftig

Februar/ März
Wir haben in dieser Art uns vertieft in ein Verstehen des Jesus, dann sind wir dadurch in einem gewissen Sinne reif geworden. Dann sind wir in einem gewissen Sinne reif geworden zur christlichen Selbsterkenntnis. Dieses würde dann auszufüllen haben die Zeit von Ende Februar bis 21. bis 25. März so etwa. Und wir würden zu einer solchen menschlichen Selbsterkenntnis kommen durch eine richtige Ausfüllung der Fastenzeit, der Zeit des Fastens, die ja im wesentlichen selbstverständlich den Werdegang des Inneren berücksichtigen muß. Da würde der Mensch zunächst fühlen, wie die Erde ihn mit ihren Kräften erfasst, wie er aber durch dieses Erfaßtwerden von den Erdenkräften gewissermaßen mit dem Erdenuntergange seinen Weg nimmt. (Es wird an die Tafel geschrieben:)
1. Erden-Niedergang
Gerade aber aus einer solchen Empfindung des Erdenniederganges kann sich eine andere Empfindung ergeben, die ich etwa in der folgenden Weise charakterisieren möchte. Man empfindet, dass in alle dem, was sich als äußere Natur ankündigt, ein Niedergangselement liegt. Man fühlt sich verbunden  durch seine Leibesnatur mit diesem Niedergangselement, und man wird erfasst von der Furcht, dass das in einem befindliche Moralische mit untergehen müsse. Also man empfindet gegenüber dem Erdenwerden die Gefahr für das Moralische. (Es wird an die Tafel geschrieben:)
2. Gefahr für das Moralische
Gewisse Bekenntnisse kommen dieser Empfindung dadurch entgegen, dass sie das Fasten anordnen, also das sich nicht in der Weise opulent sich ernähren, wie es sonst im Jahre der Fall ist, sondern ein Sichzurückhalten. Damit ist aber, obwohl es auf eine physische Art versucht wird und eigentlich unserer Zeit solche Dinge fern liegen sollen, in der Tat ein gesteigertes Erfühlen des Menschen in sich selbst vorhanden und damit gerade eine Hinüberleitung des sonst bloß natürlichen Empfindens zu dem feineren Empfinden gegenüber dem Moralischen. Allerdings darf das Fasten ja nicht so eingerichtet werden, wie es oftmals im römisch-katholischen Bekenntnis eingerichtet ist. Man konnte letzthin erfahren von einer  Verfügung desjenigen Bischofs, zu dessen Diözese im 12., 13. Jahrhundert auch Basel gehört hat; in dieser  bischöflichen Verordnung ist dem Dompropst der Basler Kirche  für seine Domherren – ich glaube es waren ihrer zwölf – die Verpflichtung auferlegt worden, zu Weihnachten, ich glaube, acht Schweine zu schlachten. Ich glaube es waren eher 26 Domherren, aber das genügt schon auch. Nun war jedenfalls dann mit den Menü, das angegeben war, reichlich für das Weihnachtsfest gesorgt durch ein bischöfliches Gebot. Und dann war da auch angegebn, wie gefastet worden ist. Ich konnte aber nicht herausfinden, dass durch dieses Fasten gerade dasjenige hat erreicht werden können, was ich ihnen jetzt als den Sinn des Fastengebotes angegeben habe. Dann aber, wenn diese Gefahr für das Moralische empfunden worden ist, dann kann man auch eine Empfindung haben für die Unterscheidung desjenigen, was eigentlich ewiges Erbe des Menschen ist und wie dieses ewige Erbe des Menschen, das durch Christus wiederhergestellt werden soll, sich unterscheidet, von dem, was der Mensch durch bloßes Erdenmenschsein geworden ist. (Es wird an die Tafel geschrieben:)
3. Ewiges Erbe der Menschheit und zeitliches Menschsein
Und jetzt sollte aus dem, und es kann das auch, ein starkes Gefühl hervorgehen, wie der Mensch als Erdenmensch der Heilung bedürftig ist, wie er des Führers bedürftig ist, wie er des Lichtes bedürftig ist, wie er jene Sinnesart, die er bloß aus Erdenkräften hat, wie er für jene Sinnesfähigkeit, die er bloß als Erdenmensch hat, einer Umwandlung bedürftig ist. (Es wird an die Tafel geschrieben:)               
4. Der Heilung bedürftig
5. Des Führers bedürftig
6. Des Lichtes bedürftig

7. Der Sinneswandlung bedürftig
Wir haben damit etwa dasjenige charakterisiert, was uns als Meditation durchleben soll in der Märzzeit des Jahres, Februar bis März, in der Fastenzeit.