Jungfrau | 23. August - 22. September


Astrologisch Jungfrau, Astronomisch Löwe,
Wenn der Sommer
sich dem Herbste zuneigt
​​​​​​​Erwartung der Garben
​​​​​​​Petruszeit/ 6. Tagesfarbe: indigo
Bezug: Sehsinn/ 21.8. – 22.9.(23.8. - 22.9.2022)

1. Mein Seelenauge richtet auf den Geist den Blick.
2. Und in den Blick webt Vertrauen sich ein.
3. Vorsehung entwindet sich dem Naturgesetz.
4. Als Inneres scheint hell, was Außen finster.
5. Es strömt mein Dank zum ruhevollen Geist.

August/ September
Dann kommen wir in die Zeit, in der der Sommer sich dem Herbste zuneigt, in der die Natur uns jene Stimmung entgegenbringt, die genannt werden kann die Erwartung der Gaben der Reife, wo wir also erwarten, wie dasjenige, was vorerst auf uns als Reifendes gewirkt hat uns dann zufallen wird. Das ist also dann die Zeit vom 23. August bis zum 23.September. Da werden wir, gegenüber dieser Erwartung, dass dasjenige, was reift, uns als Ernte zufallen wird, im Hinschwinden der äußeren sprossenden Natur, im Absterben der Natur hinschauen auf den Geist. (Es wird an die Tafel geschrieben:)
1. Hinschauen auf den Geist
Zweitens werden wir, da wir sehen, wie gerade in der hinschwindenden Natur diese Gaben uns gewissermaßen zugetragen werden, Vertrauen in die Macht desjenigen haben, was im Absterben lebt. Also(es wird an die Tafel geschrieben:)
2.Vertrauen in den Geist
Wir werden gerade in Hinblick auf dasjenige, was uns wird aus der Natur, im Hinblick auf die Ernte, lernen die Macht zu verehren, die sich uns da in der verwelkenden Natur zeigt, aus der der Geist uns entgegentritt. Wir werden lernen die Verehrung  der Weltenmacht in dieser Natur.(Es wird an die Tafel geschrieben:)
3. Verehrung der Weltenmacht
Jetzt sind wir reif zu empfinden, wie nicht in den Bildern der Außenwelt uns dasjenige entgegentritt, was da als Gaben der Ernte kommt, sondern wie gerade die Außenwelt  immer mehr und mehr sich verdunkelt, und wir fühlen, indem die Gaben der Natur uns entgegenkommen, uns hingegeben dem, was da als Geschenk an uns herantritt und können dann in der sich verdunkelnden Außenwelt das eigene innere Leuchten empfinden.(Es wird an die Tafel geschrieben:)
4. Leuchtendes Inneres in der sich verdunkelnden Außenwelt
Und wir werden die Gefühle, die wir früher gehabt haben gegenüber dem Reifenden, nun verdichten zum dankbaren Hinblicken auf das leuchtende Reifende unseres eigenen Werdens.(Es wird an die Tafel geschrieben:)
5. Dankbares Hinblicken auf das Reifen des eigenen Leuchtens
Das sind die Empfindungen, die, wie sie sehen, gewissermaßen viel abstrakter sind, wenn sie ausgesprochen werden, als diejenigen, die wir für den Advent, für die Weihnachtszeit, für die Osterzeit und so weiter entwickelt haben; allein gerade das ist das Gegebene.
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